VAREL, 22. Oktober 2009


„Was ich getan habe, war völlig normal“

Wohnhausbrand Polizei lobt: 26-Jähriger alarmiert schlafende Bewohner – Auf Nachhauseweg entdeckt


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Hannes Friedek vor dem ausgebrannten Haus in der Obernstraße/Ecke Neumühlenstraße in Varel. Es brannte in der Nacht zum Sonntag aus (die NWZ berichtete). BILD. BÖRJES Bild vergrößern

MUTIG IST HANNES FRIEDEK INS BRENNENDE HAUS AN DER OBERNSTRAßE GELAUFEN, HAT DIE BEWOHNER GEWECKT. MIT EINER RAUCHVERGIFTUNG KAM ER ANSCHLIEßEND INS KRANKENHAUS.

VON TRAUTE BÖRJES-MEINARDUS

Varel - Die Nacht zum 18. Oktober wird Hannes Friedek wohl nie mehr vergessen. Der 26-jährige Vareler war morgens um halb vier auf dem Nachhauseweg in die Elisabethstraße, als er Flammen aus dem Dachstuhl eines Hauses an der Ecke Obernstraße/Neumühlenstraße schlagen sah.

Tür halboffen

Nachdem er die Polizei angerufen hatte, lief er durch die halboffene Eingangstür ins Haus. „Ich habe an die Wohnungstüren getrommelt und gerufen“, erzählt Hannes Friedek, „bis ganz nach oben bin ich nicht gekommen, da kamen mir schon die Flammen entgegen. Da wohnte aber auch keiner.“ Er habe die Bewohner alarmiert und aufgefordert, sofort das Haus zu verlassen. Während die zwei Frauen und der Mann aus den beiden Wohnungen seiner Aufforderung nachgekommen sind, blieb Hannes Friedek: „Aus einer Wohnung habe ich mir einen kleinen Eimer geholt und versucht, die Flammen zu löschen, die von oben kamen.“

Leichte Rauchvergiftung

Und das so lange, bis die Feuerwehr kam und die Männer ihn aufforderten, das Haus zu verlassen. Während der 26-Jährige von der Brandnacht erzählt, muss er sich immer wieder räuspern – eine Folge seines unerschrockenen Einsatzes. Der Student hat sich bei seinen Löschversuchen eine leichte Rauchvergiftung zugezogen. Er wurde eine Nacht im Vareler Krankenhaus behandelt und einige Tage krankgeschrieben.

Einsatz selbstverständlich

Für Hannes Friedek ist sein Einsatz in dem brennenden Haus selbstverständlich. „Ich fühle mich nicht als Held“, sagt er „was ich getan habe, ist doch völlig normal“. Gefreut hat er sich über den Dank der Bewohner: „Der Mann hat mich in den Arm genommen und sich bedankt. Er sagte, dass er nicht wisse, was passiert wäre, wenn ich ihn nicht geweckt hätte.“

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So sieht das auch die Polizei. Dass die drei Bewohner bei dem Brand nicht verletzt wurden, hätten sie wohl Hannes Friedek zu verdanken“, sagte Kriminalhauptkommissar Hermann Dannemann.




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