VAREL, 2. November 2009


Mal zart und mal lebhaft mit viel Feuer

KLASSIK Junge Künstler begeistern mit romantischer Kammermusik von Schumann und Freunden


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Jana Simowitz und Thomas Hecker traten in der Aula des Lothar-Meyer-Gymnasiums Varel auf. BILD: ANKE WÖBKEN  Bild vergrößern

Varel - „Es war scheinbar eine gute Idee von mir, nach dem Vortrag diese Musik zu bestellen“, hat sich Klaus Weber, Vorsitzender des Vereins für Kunst und Wissenschaft (KuWi), am Freitag über die vielen Besucher in der Aula des Lothar-Meyer-Gymnasiums (LMG) Varel gefreut. „Romantische Kammermusik von Schumann und Freunden“ lautete das Programm, präsentiert von Janka Simowitsch (Klavier) und Thomas Hecker (Oboe). Beide sind Stipendiaten der „Bundesauswahl Konzerte junger Künstler“, einem Förderprojekt des Deutschen Musikrates.

Der Kuwi hat in diesem Winterhalbjahr eine kleine Schumann-Reihe gestartet, die bereits mit einem Vortrag über das Leben des Künstlerpaares Robert (1810 bis 1856) und Clara Schumann (1819 bis 1896) eröffnet wurde (die NWZ berichtete). Kompositionen beider Künstler bildeten nun den Schwerpunkt der zweiten Veranstaltung. Zu den bedeutenden Werken, die Clara Schumann komponiert hat, zählen die drei Romanzen für Oboe und Klavier op. 94. Diese interpretierten die jungen Künstler mit Oboe und Klavier gefühlvoll gleich zu Beginn ihres Konzerts.

Freundschaftlich verbunden waren die Schumanns mit Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847), der „ein Virtuose war“, so Janka Simowitsch, geboren 1987 in Rostock. Bei seiner Komposition „Variations serieuses d-moll op.54“ ist „der Titel des Stücks Programm“, wie sie sagte – und dann als Solo am Klavier darbot. Das Publikum überschüttete sie anschließend mit Beifall.

Neidisch sind die Oboeisten nach Aussage von Thomas Hecker, geboren 1985 in Zwickau, oft „auf das reiche Repertoire an Kompositionen für andere Instrumente“, sagte er. Umso dankbarer seien sie aber Robert Schumann für seine „Fantasiestücke a-moll op. 73“, Diese trug Hecker gemeinsam mit seiner Konzertpartnerin mal zart und mit Ausdruck, dann lebhaft, leicht und anschließend rasch und mit Feuer vor.

Nach der Pause folgte auf „drei Romanzen op. 22“ von Clara Schumann das Werk eines weiteren Freundes der Schumanns, Johannes Brahms (1833 bis 1897), in einer Bach-Bearbeitung, Klavier für die linke Hand, der Chaconne aus BWV 1004. Das großartige Konzert schlossen die jungen Künstler dann wieder gemeinsam mit Robert Schumanns „Adagio und Allegro op. 70 As-Dur“.

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Zur Schumann-Reihe des Kuwi gehört noch ein Kinoabend am 7. Januar, 20 Uhr, im LMG. „Geliebte Clara“ lautet das Filmdrama. Weber versäumte es auch nicht, auf das Konzert am Donnerstag, 12. November, im LMG hinzuweisen: „Klassische Musik zum Vergnügen“ mit dem Dresdener Streichtrio.




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