Initiative will andere Schulpolitik

VOLKSBEGEHREN Unterschriftensammlung in Friesland – Erstunterzeichnung in Sporthalle


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Karen Bruns (links) fragte Djure Meinen, wie das mit den Unterschriftenlisten funktioniert. BILD: BEGEROW  Bild vergrößern

DAS VOLKSBEGEHREN RICHTET SICH AUF DIE SCHULPOLITIK. ES HAT IN FRIESLAND EINE REIHE VON ERSTUNTERZEICHNER.

VON HANS BEGEROW

Altjührden - Eine ganze Reihe von Sportlern zählen zu den Erstunterzeichnern des „Volksbegehrens für gute Schulen – Bildung, Chancen, Perspektiven“ in Friesland. Etliche Spieler der HSG Varel unterschrieben das Volksbegehren vor dem Trainingsbeginn in der Sporthalle Altjührden. Dorthin hatten die Initiatoren eingeladen, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Sie fordern die Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Jahren, die Erleichterung der Gründung von Gesamtschulen im ländlichen Raum sowie den Erhalt der Vollen Halbtagsschule (die NWZ berichtete).

„Wir brauchen andere Rahmenbedingungen als die Fünf-Zügigkeit bei den Gesamtschulen“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Olaf Lies, der wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer zu den Erstunterzeichnern zählte. Die 25 Anmeldungen aus Zetel für die Integrierte Gesamtschule in Schortens zeige, dass eine IGS auch im südlichen Kreisgebiet Sinn mache, sagte Lies. Ein Stück mehr Chancengleichheit sieht Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner gewährleistet, wenn die Forderungen des Volksbegehrens durchgreifen. „Gute Schulpolitik ist auch Chancengleichheit für alle“, sagte Wagner.

Dass die HSG Varel sich an der Auftaktveranstaltung des Volksbegehrens beteiligte, begrüßte Organisator Djure Meinen (Büppel), der als Vorstandsmitglied im Verein Pro Schule einen der Unterstützer des Volksbegehrens vertritt. Er wies darauf hin, dass zehn Prozent der Wahlberechtigten das Volksbegehren unterstützen müssen. Die Unterstützung des Begehrens durch die Eltern sei „die einzige Art, in unserer Schullandschaft etwas zu bewegen“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer. In ländlichen Gemeinden wie im Wangerland schafften nur zehn Prozent der Kinder das Abitur. „Man kann nur etwas dagegen machen, wenn man Gesamtschulen bekommt, wo Kinder von Anfang an gemeinsam unterrichtet werden.“ Unterstützt wird die Aktion auch von den Grünen, deren Kreistagsmitglied Dirk von Polenz sagte: „Mit der Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren im nächsten Jahr würde praktisch beschlossen, dass die neugegründete IGS Schortens gleich mit einem Doppelabitur im Jahre 2018 startet. Mehr

Steine kann man der Schule kaum in den Weg legen.“

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Mehr Infos unter http://www.50hz.de/volksbegehren-fuer-gute-schulen



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19.11.2009
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