VAREL, 9. Dezember 2009


Varel bleibt nachts weiter im Dunkeln

POLITIK Ausschuss lehnt Antrag der Licht-Initiative ab – LED-Technik erst bei Wirtschaftlichkeit


LICHT-INITIATORIN HEIDI BARGHOP VERLIEß EMPÖRT DEN RAUM. SIE FORDERT EINE ENTSCHULDIGUNG.

VON CHRISTOPH KOOPMEINERS

Varel - Die Straßenlaternen in Varel bleiben weiterhin zwischen Mitternacht und 5 Uhr abgeschaltet. Das hat der Ratsausschuss für Bauen, Liegenschaften, Straßen und Verkehr am Montagabend mehrheitlich entschieden. Damit lehnte der Ausschuss den Antrag der Initiative „Licht für Varel“ ab. Deren Mitglieder hatten 3500 Unterschriften gesammelt und gefordert, das Licht nachts wieder einzuschalten. Im Mai hatte der Stadtrat entschieden, aus Kostengründen die Straßenbeleuchtung abzuschalten.

Für Empörung bei der Initiative „Licht für Varel“ sorgte CDU-Ratsherr Jürgen Rathkamp. Er behauptete, dass ein Teil der Unterzeichner zur Unterschrift gedrängt worden sei. Das bezeichnete die Sprecherin der Licht-Initiative, Heidi Barghop, als Unterstellung und verließ lautstark die öffentliche Sitzung.

Ebenfalls entschieden hat der Ausschuss, vorerst keine LED-Laternen aufzustellen, weil sie nach Aussagen von Bauamtsleiter Jörg Kreikenbohm im Vergleich zu den ebenfalls schon energiesparenden Kofferleuchten noch nicht wirtschaftlich genug sind. Bei verbesserter Technik wolle die Stadt aber LED-Laternen einführen. Von den 3560 Straßenlaternen in Varel sind 425 sogenannte Pilzleuchten (Quecksilberdampfleuchten), die ab 2015 nicht mehr zulässig sind.

Siehe auch Seite 39

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