VAREL, 12. Februar 2010


Maschinen fräsen das Eis von der Straße

WINTER Stadtverwaltung mietet Geräte – SPD für den zusätzlichen Einsatz privater Firmen


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Mit einer Asphaltfräse wurde am Donnerstag in Vareler Wohngebieten das Eis von den Straße gekratzt. BILD: UWE HEINZELMANN  Bild vergrößern

DIE STADTVERWALTUNG IST NACH EIGENER DARSTELLUNG INZWISCHEN „HERR DER LAGE“ ÜBER SCHNEE UND EIS IST. AUF DER DANGASTER STRAßE IST EIN RÄUMFAHRZEUG IN DEN GRABEN GERUTSCHT.

VON CHRISTOPH KOOPMEINERSUND HANS BEGEROW

Varel - Die Stadtverwaltung hat am Donnerstag auf die vielfach vereisten Straßen und ebenfalls gefährlichen Spurrillen in den Vareler Wohngebieten reagiert. Zum Einsatz kamen zwei gemietete Asphaltfräsen, die normalerweise im Straßenbau eingesetzt werden. Damit wurde in den Sammelstraßen das buckelige Eis von den Fahrbahnen gefräst und auf einen Lkw verfrachtet, der das Eis und den Schnee zur Schützenwiese brachte.

Verwaltung antwortet SPD

Darüber hat die Stadtverwaltung auch die SPD-Fraktion informiert, die am Donnerstag beim Bürgermeister beantragte, die Stadt solle Straßenbaufirmen oder landwirtschaftliche Betriebe mit Räumgeräten als Unterstützung für den städtischen Bauhof beauftragen.

Darüber hinaus fordert die SPD aus Gründen der Sicherheit und der Gefahrenabwehr, die Straßenbeleuchtung nachts sofort wieder einzuschalten. Sie ist bekanntlich von Mitternacht bis 5 Uhr abgeschaltet, um Geld zu sparen.

Die Ausgabe von Sand an die Bevölkerung wird von der SPD begrüßt. Das Streugut sollte aber dezentral in der Stadt verteilt werden; denn viele Bürger seien nicht in der Lage, Sand vom Bauhof an der Bahnhofstraße abzuholen.

Die Stadtverwaltung antwortete der SPD-Fraktion, dass sie durch den konzentrierten Einsatz sämtlicher Ressourcen des Bauhofes und des Gartenamtes inzwischen „Herr der Lage“ ist. Neben den Fräsen und dem Fahrzeug eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmens hätten kurzfristig keine weiteren Räumfahrzeuge organisiert werden können.

Stadt bringt auch Sand

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Von einer dezentralen Ausgabestelle für Sand an die Bürger hat die Stadtverwaltung abgesehen, weil keine geeignete Verteilstellen eingerichtet werden konnten. Außerdem bestehe die Gefahr, dass der Sand draußen durch Feuchtigkeit gefriert. In Notfällen bringe der Bauhof Sand zu den Bürgern. Und: Eine durchgängige Beleuchtung in der Nacht hält die Stadtverwaltung bei diesem Wetter nicht für erforderlich. Außerdem sei der technische Aufwand zu groß.

Neben der Stadtverwaltung ist auch die Straßenmeisterei Jever auf den Kreis-, Landes- und Bundesstraßen in Varel im Einsatz. Am Donnerstagmorgen fuhr sich beim Räumen des Radweges auf der Dangaster Straße ein kleines Räumfahrzeug im Schnee fest. Als ein Radlader das Räumfahrzeug befreien wollte, rutschte es in den Graben und kippte um. Der Fahrer blieb nach Angaben der Straßenmeisterei unverletzt. Mit Hilfe eines Baggers wurde das Räumfahrzeug geborgen.




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