Fast durchgehend Lärmschutz geplant
VERKEHR Fahrstuhl für den Treppenübergang im Bahnhof
Bei der Lärm-Abschätzung rechnet die Bahn bis zum Jahr 2025 mit maximal 130 Zügen in 24 Stunden. Zwei Drittel des Zugaufkommens sind im Tagesbetrieb (6 bis 22 Uhr). BILD: DDP 
Varel - Von Hohenberge bis Dangastermoor soll die Stadt Varel fast durchgehend mit einer drei Meter hohen Lärmschutzwand entlang der Bahnlinie geschützt werden. Das haben Stadtverwaltung und Bürgerinitiative Lärmschutz Varel (BLV) von der Deutschen Bahn erfahren, die den Ausbau vorgestellt hat.
Übergang denkmalgeschützt
Darüber hinaus soll der denkmalgeschützte Treppenübergang im Bahnhof zum Gleis drei mit Fahrstühlen ausgestattet werden, damit Rollstuhlfahrer, Radfahrer sowie Personen mit Kinderwagen und Koffern den Zug problemlos erreichen können.
Wie Stadtplaner Olaf Freitag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umweltschutz berichtete, soll die Lärmschutzwand von der Überführung der B 437 bis zur Papier- und Kartonfabrik (PKW) beidseitig verlaufen, ebenso in Dangastermoor. Das Stück zwischen PKV und Dangastermoor soll auf der nördlichen Seite Richtung Dangaster Straße eine Lärmschutzwand erhalten. Das gelte auch für das Stück südlich von Hohenberge. Dort soll auf der südwestlichen Seite der Bahnlinie eine Lärmschutzwand gebaut werden, um die Bürger an der Jaderberger Straße zu schützen. Auch der Bahnhof soll mit Lärmschutz ausgestattet werden. Dort möchte die Stadt aus optischen Gründen transparente Wände.
Nach Aussagen von Freitag sollen mit den Lärmschutzwänden tagsüber 90 Prozent der Wohngebäude geschützt sein. Die Lärmbelastung darf am Tage 59 Dezibel betragen, nachts 49. Dafür müsse die Bahn einzelne Wohnhäuser mit weiterem Lärmschutz ausstatten.
Wünsche der Bürger
SPD-Ratsherr Erich Hillebrand gab zu bedenken, dass es von Bürgern unterschiedliche Wünsche hinsichtlich der Höhe der Lärmschutzwände gibt. Diese sollten koordiniert werden. Das sieht auch Henning Weise, Sprecher der Bürgerinitiative, so auf Nachfrage der Nordwest-Zeitung. „Wir sind nicht damit einverstanden, dass die Lärmschutzwände durchgängig drei Meter hoch sind. Teilweise können sie auch höher sein.“ Die BLV wartet derzeit auf die Pläne für den Ausbau und will sie dann veröffentlichen, damit die Bürger ihre Wünsche äußern können. „Wir wollen auf diesem Wege Dampf aus dem Planfeststellungsverfahren nehmen“, erklärte Weise. Bis 2012 sollen die Lärmschutzwände stehen.
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