Große Schilder und Markierungen sollen bremsen
VERKEHR Absage an Anlieger des Streekmoorweges: keine zusätzliche Verkehrsberuhigung
Büppel - „Wir sind an Recht und Gesetz gebunden und müssen uns an die Normen halten.“ Eine Absage erteilte Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner in der Sitzung des Bauausschusses dem Antrag der Anlieger des Streekmoorweges in Büppel, die verkehrsberuhigende Maßnahmen fordern. Hindernisse auf der Fahrbahn sind nicht zulässig, da es sich um eine Straße, und nicht um eine Zone handelt, erläuterte Varels Bauamtsleiter Jörg Kreikenbohm. Bodenschwellen als effektive Möglichkeit der Geschwindigkeitsreduzierung seien auf dieser Straße deshalb nicht möglich. Es seien größere 30-km/h-Schilder aufgestellt worden und, sobald es die Witterung zulässt, sollen mehrere 30-Zahlen auf die Fahrbahn aufgebracht werden.
Jörg Kreikenbohm teilte die Ergebnisse einer einwöchigen Geschwindigkeitsmessung mit. Danach sei die durchschnittliche Geschwindigkeit, die von 85 Prozent aller Fahrzeuge eingehalten wird, etwa 50km/h. Es gäbe nur wenige Ausreißer bis 85km/h. Die Geschwindigkeit sei von der Polizei als „moderat“ bezeichnet worden. Pro Richtung verkehren dort nach dieser Untersuchung rund 2000 Fahrzeuge pro Woche.
Die Ausschussmitglieder erwiesen sich als kreativ, was die Möglichkeit zur Geschwindigkeitsreduzierung angeht. Raimund Recksiedler (SPD) schlug vor, dass im Streekmoorweg nur noch Schrittgeschwindigkeit erlaubt sein solle. „Nur ein Schild reicht nicht, die Autofahrer müssen es auch für angemessen halten“, entgegnete Erster Stadtrat Dirk Heise. Ingo Langer (CDU) schlug vor, trotzdem Bodenwellen anzubringen, auch wenn es nicht erlaubt sei.
Die Frage, wie künftig der Aufbau der stadteigenen Holzhütten geregelt werden soll, wurde vertagt. Zuerst solle geklärt werden, so Jürgen Rathkamp (CDU), wie die Zukunft von Weihnachts- und Adventsmarkt aussieht.
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