VAREL, 4. März 2010


Maurer kürzen Wahrzeichen um 25 Meter

PAPIER- UND KARTONFABRIK  Schornstein wird gekappt – Spitze baufällig


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Soll gekürzt werden: der Schornstein der Kartonfabrik. BILD: TRAUTE BÖRJES-MEINARDUS Bild vergrößern

BRW

Varel - Die Papier- und Kartonfabrik hat einen 70 Meter hohen und gemauerten Schornstein. Gegenwärtig haben Bauhandwerker mit dem Abtragen des Wahrzeichens begonnen. Weil die verwendeten Baumaterialien an der Spitze verwittert sind, hat die Unternehmensleitung entschieden, den Schornstein um 25 Meter abtragen zu lassen, informierte Geschäftsführer Horst Büsing.

Der Schornstein war 1966 erbaut worden. Weil die Energiezentrale mittlerweile mit Gas befeuert wird, sei ein Schornstein in dieser Höhe nicht mehr notwendig. Eine Sanierung des Schornsteins käme zu teuer. Deshalb wird das Wahrzeichen der Kartonfabrik – und damit auch ein Wahrzeichen der Stadt – um 25 Meter gekürzt. In drei bis vier Wochen werde der Schornstein wohl auf 45 Meter Höhe gekürzt sein, schätzt Büsing.

Abgeholzt wurde inzwischen eine Obstbaumwiese an der Hellmut-Barthel-Straße. Die Obstwiese war einst von Schülern angelegt worden, sie ist nun den Erweiterungsplänen der Kartonfabrik zum Opfer gefallen. Wie berichtet, will die Kartonfabrik die Lagerflächen erweitern und eine weitere Halle bauen. Dafür muss die Nordender Leke – erneut – verlegt werden. Für die Obstbaumwiese muss jedoch Ersatz geschaffen werden, betonte Büsing. Er bedauerte, dass die Schüler und Naturschützer, die die Wiese betreut hatten, nicht mit einbezogen wurden in die Planung.

Experten hatten sich dagegen ausgesprochen, die Obstbäume zu verpflanzen. Sie seien so weit im Wachstum, dass ein Verpflanzen nicht zum Erfolg geführt hätte, sagte Büsing. „Das ist unglücklich gelaufen“, räumte Büsing ein. „Das ist aber keine böse Absicht.“ Ein Gespräch der Beteiligten soll für eine Klärung sorgen.

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