Geplanter Verkauf entzweit Bürger
SCHÜTZENWIESE Starke Zustimmung und Ablehnung – Wagner will informieren
Winterlich und weiß verschneit liegt die Schützenwiese an der B 437, unten im Bild die Kasernen. LUFTBILD: JAN LEHMANN 
VON HANS BEGEROW
Varel - Die Schützenwiese soll nach Ansicht von Bürgermeister Gerd-Christian Wagner verkauft werden, und Gespräche mit Kaufinteressenten hat es auch schon gegeben. „Die Stadt hat mit der Bünting-Gruppe gesprochen, aber noch nicht über Inhalte“, informierte Wagner am Mittwoch Matthias Brauer, Vorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Varel. Brauer hatte Wagner über die Sorgen der Mitglieder der Wirtschaftsförderungsgesellschaft zum anstehenden Verkauf informiert.
Keine konkrete Planung
Eine konkrete Planung, was auf der Schützenwiese entstehen könne, gibt es nach Wagners Worten nicht. Er sehe die Schützenwiese auch als Bestandteil der Stadtentwicklung. Es mache Sinn, neue Angebote in Varel zu schaffen, um Kaufkraftabfluss zu verhindern. Zugleich erneuerte Wagner seine Auffassung, dass die Stadt ein Einzelhandelsentwicklungskonzept benötige. Die Stadt brauche Magneten wie einen attraktiven Einkaufsmarkt oder auch ein Schnellrestaurant wie es jetzt im Fachmarktzentrum besteht. Wagner wies darauf hin, dass der Erlös aus dem Verkauf der Schützenwiese nicht der Haushaltskonsolidierung diene. Schon rechtlich sei vorgesehen, dass Einnahmen im Investitionshaushalt der Rücklage zugeführt werden. WfV-Vorsitzender Matthias Brauer formulierte die Erwartungen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft: Mit dem Verkaufserlös müsse ein Ersatz geschaffen werden für die Schützenwiese als Veranstaltungsort, zugleich müsse bei einer Erweiterung des Famila-Kaufhauses die Attraktivität der
Fußgängerzone gesteigert werden.
Zuschuss für Konversion
Wagner hofft, mit dem Verkaufserlös die Konversion (Umwandlung in zivile Nutzung) der Bundeswehr-Liegenschaften anschieben zu können. Es gebe dazu eine lukrative Förderung, nachdem ein Antrag der Stadt bewilligt worden sei. Denkbar sei ein Dienstleistungszentrum des Kreises, eine teilweise Aufforstung – „wir haben wunderbare Möglichkeiten“. Wagner kündigte an, über die Stadtentwicklung und die Zukunft der Schützenwiese zu informieren.
Die Nordwest-Zeitung wird dazu zu einer Informationsveranstaltung im April einladen. Matthias Brauer erläuterte, dass die Entwicklung der Schützenwiese bei den Mitgliedern der WfV unterschiedlich gesehen werde. Es gebe stark ablehnende Tendenzen wie auch Zustimmung für eine Entwicklung.
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