VAREL, 16. März 2010


„Ihr geht für uns durchs Feuer“

Jahreshauptversammlung 1567 Stunden im Einsatz – Stellvertretender Stadtbrandmeister nennt Zahlen


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Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen gab es beim Heringsessen der Freiwilligen Feuerwehr. BILD: Dagmar de Levie  Bild vergrößern

Sie leisteten mehr als 12 000 Dienststunden. 109 Einsätze und damit 41 weniger als im Vorjahr standen 2009 an.

von Dagmar de Levie

Varel - Im Kreise zahlreicher Ehrengäste – darunter Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Landrat Sven Ambrosy, Regierungsbrandmeister Gerd Junker und Kreisbrandmeister Reinhard Oncken – trafen sich die drei Vareler Ortswehren am vergangenen Sonnabend zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung im Gerätehaus Pelzerstraße.

In seinem Jahresbericht nannte der stellvertretende Stadtbrandmeister Bernd Franz Zahlen. So zählt die Feuerwehr der Stadt insgesamt 182 Mitglieder, darunter 123 Aktive, 25 Angehörige der Jugendfeuerwehr und 34 Kameraden der Altersabteilung. Geleistet wurden im vergangenen Jahr 1567 Einsatzstunden, 10 166 Dienst- und Ausbildungsstunden und 276 Stunden bei Brandsicherheitswachen. Zu 109 Einsätzen mussten die Wehren im vergangenen Jahr ausrücken, darunter zu drei Mittel- und drei Großbränden. Außerdem gab es 35 Fehlalarme. Franz erinnerte in seiner Bilanz an den tragischen Badeunfall am 2. Juli am Waldsee und an den Großeinsatz im Friesischen Brauhaus in Jever vom 1. Juli 2009. Aber auch die kleineren Hilfeleistungen wie Tiere retten oder Ölspuren abstreuen schlügen zu Buche, so der stellvertretende Stadtbrandmeister.

„Auf Euch kann man zählen,“ lobte Wagner und dankte den Wehren für das, „was Ihr zum Wohle der  Bürgerinnen und Bürger geleistet habt“. Die Mitglieder hätten herausragendes Engagement gezeigt. „Ihr geht für uns durchs Feuer“, sagte Wagner.

Auf die Nachwuchsprobleme der Vareler Ortswehren ging Kreisbrandmeister Reinhold Oncken ein. Wie groß die sind machte er an einem Beispiel deutlich: „Varel hat bei rund 24 000 Einwohnern 120 aktive Feuerwehrkameraden, Wangerooge mit weniger als 1000 Einwohnern hat 42 Mitglieder. Die Ortswehr Varel sei also personell etwas schwach auf der Brust, hier müsse etwas geschehen, betonte Onken und bot seine Mithilfe bei der Lösung des Problems an. Abschied nahm Kriminalhauptkommissar Hermann Dannemann von den Wehren. Er geht im Oktober in den Ruhestand. Ich habe viele Einsätze miterlebt und ich weiß, was Ihr leistet“, sagte er. Mit einem immer wieder freudig erwarteten Scheck besuchte Falko Fricke von der Öffentlichen Brandkasse die Jahreshauptversammlung. Er sagte als „Bürger der Stadt Dank, das wird viel zu wenig gemacht“, meinte er. Auch Landrat Ambrosy hatte ein Geschenk mitgebracht: traditionsgemäß ein 50 Liter Fass Bier, was von den Wehrleuten mit viel Beifall quittiert wurde.

Hauptbrandmeister Bernd Franz (25 Jahre), 1. Hauptfeuerwehrmann Jobst Kuhlmann, Oberbrandmeister Günter Robertz (40 Jahre)

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zu Feuerwehrmännern Kevin Gehrken (Borgstede/Winkelsheide), Thimo Borg, Eike Lindhorst, Pascal Krenzel (alle Varel), zur Feuerwehrfrau Rinka Schimanski (Obenstrohe); zum Oberfeuerwehrmann Marcel Pageler (Obenstrohe); zu Hauptfeuerwehrmännern Christian Gerdes (Borgstede/Winkelsheide), Mathias Rothenburg (Varel), Serjoscha Bobic und Carsten Rowohlt (Obenstrohe). Zum Oberlöschmeister Stefan Lübben (Borgstede/Winkelsheide), zu Hauptlöschmeistern Dietmar Thesen und Carsten Töben (beide Obenstrohe), Fritz Melcher (Varel) zum Hauptbrandmeister.






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