Feste Größe mit 150 Betten
Varel-Lexikon Sankt-Johannes-Hospital besteht gut 145 Jahre
Das Sankt-Johannes-Hospital kann auf eine Geschichte von mehr als 145 Jahren BILD: Christoph Koopmeiners 
Varel - Das Sankt-Johannes-Hospital in Varel blickt auf eine mehr als 145-jährige wechselvolle Geschichte zurück. In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts waren die Arbeiter der Fabriken und Ziegeleien von Varel im Krankheitsfall weitgehend sich selbst überlassen und ohne jegliche öffentliche Krankenpflege. Die Ärzte benötigten daher dringend Krankenpflegekräfte.
Das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern in Münster war schließlich bereit, Schwestern nach Varel zu entsenden. Noch fehlten jedoch die Räumlichkeiten und das dafür nötige Geld. Ganz ohne kommunale und staatliche Hilfen, nur mit Hilfe von Einnahmen aus Spenden, Haussammlungen und Kollekten wurde ein Haus an der Bahnhofstraße Ecke Holzbergstraße gemietet.
Dies war die Geburtsstunde des ersten Krankenhauses in der hiesigen Region bis weit nach Wilhelmshaven, Brake und Westerstede. Es erhielt den Namen Sankt Johannes, da der Gründungstag auf das Fest des Heiligen Johannes des Täufers fiel.
Bald genügten diese Räumlichkeiten nicht mehr. 1869 wurde daher ein zweistöckiges Haus in der Neuen Straße gekauft und umgebaut. Das erste Kuratorium wurde gegründet und das Krankenhaus erhielt die Rechtsform einer katholischen, milden Stiftung.
Aufgrund des ständig steigenden Pflegebedarfs wurde 1888 ein ganz neues Hospital mit 80 Betten am heutigen Standort des Vareler Krankenhauses gebaut. Dieser Bau ist der heutige mittlere Klinkerbau.
Im 2. Weltkrieg wurde das Krankenhaus zum Lazarett umfunktioniert und erst 1945 durfte es mit 188 Betten wieder als Zivilkrankenhaus genutzt werden. 1950 verfügte das Krankenhaus nach dem Erwerb des Carstenschen Wohnhauses über 220 Betten. 1953 wurden die Aufgaben der DRK-Frauenklinik übernommen. Seitdem erblickten im Krankenhaus mehr 20 000 Kinder das Licht der Welt.
1967 wurde ein neuer Behandlungs- und Bettenflügel fertiggestellt. 1968 bis 1971 folgten die Sanierung des Altbaus, des Erweiterungsbaus, der Frauenabteilung und die Schaffung einer Intensivpflegeabteilung. Bedingt durch Veränderungen in der regionalen Versorgungsstruktur und die dadurch ausgelöste Leistungsverschiebung unter den Krankenhäusern der Umgebung kam es Ende der 1980er Jahre zu einem erheblichen Bettenverlust,.
Trotz der drastischen Erschwernisse durch das Gesundheitsstrukturgesetz zeigten jedoch einige Umstrukturierungen Anfang der 90er Jahre bald ihre Wirkung und führten zu einer Erhöhung der Bettenzahl auf heute 150 Betten.
In den vergangenen Jahren hat das Krankenhaus seine Position als feste Größe auf dem Gesundheitssektor der Stadt Varel und Umgebung gefestigt, so auch in seiner Eigenschaft als Unfallschwerpunkt-Krankenhaus für den südlichen Teil des Landkreises Friesland.
Mit Förderung des Landes Niedersachsen wurden in den letzten Jahren rund 20 Millionen Euro investiert, um Gebäude und Medizintechnik dem aktuellen Standard anzupassen. Die Arbeiten wurden Ende 2006 abgeschlossen.
- Für die Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch war es eine der ersten Veranstaltungen in Varel. Sie zählte zu den zahlreichen Gästen des Jahresempfangs der Nordwest-Zeitung und Oldenburgischen Landesbank, auf dem auch die Menschen des Jahres, Elena Liebenthal und Hans-Georg Buchtmann, ausgezeichnet wurden (die NWZ berichtete).mehr
- Wegen des Wegzugs der bisherigen Schriftführerin Gerda Presser aus Friesland wurde Manuela Mohr (Sande) einstimmig als neue Schriftführerin der Frauenunion Friesland gewählt, die in Varel tagte. Zusätzlich wurden ebenfalls einstimmig zwei Beisitzerinnen gewählt: Claudia-Andrea König aus Schortens und Karin Lehmann aus Varel.mehr
- „Als Mann, der die Mühlenkappe gerettet hat“, sieht ihn die Jury und zeichnete ihn zum Mann des Jahres 2011 aus. Hans-Georg Buchtmann selber erachtet sein Engagement als Selbstverständlichkeit: „Die Mühle hat acht- bis zehntausend Besucher im Jahr, da mussten wir doch etwas tun“.mehr
- Derzeit wird das Gemeindehauses der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Varel in Obenstrohe erweitert. Die Kirchengemeinde hat sich der Idee angenommen und organisiert die Aktion „Namensklinker“.mehr
- Während sich die Gäste des Jahresempfangs in der Halle und im Regentenzimmer des Waisenhauses unterhielten, blieb ihnen eine wichtige Baustelle in dem historischen Gebäude verborgen. Bauarbeiter haben dort mit der Sanierung der Seitenflügel begonnen.mehr


