Schiedskommission hat das Sagen
Streit in SPD Vareler Ortsverein hält an Parteiordnungsverfahren gegen sechs Ratsmitglieder fest
von Hans Begerow
Varel - Im Parteiordnungsverfahren gegen die sechs Vareler SPD-Ratsmitglieder hat die Schiedskommission wieder das Sagen. Der SPD-Ortsverein Varel hat das Parteiordnungsverfahren gegen Claudia Rohlfs, Rudi Böcker, Ludwig Bunjes, Kurt Klose, Bernd Köhler und Herbert Zeidler nicht zurückgezogen, bestätigte Ortsvereinsvorsitzender Leonhard Müller auf Anfrage. „Die Schiedskommission befasst sich mit dem Ergebnis der Mediation“, sagte Müller.
Gespräche unter Genossen
Wie berichtet, hatten die aus der SPD-Ratsfraktion ausgeschlossenen Mitglieder das Mediationsverfahren abgebrochen, weil es ihrer Auffassung nach nicht ergebnisoffen geführt worden sei und vor allem ohne den früheren SPD-Ratsherren Karl-Heinz Funke stattgefunden hatte. Funke, der mittlerweile wegen der Silberhochzeitsaffäre beim OOWV sein Ratsmandat zurückgegeben hat und gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt, gilt den sechs Ausgeschlossenen als der Verursacher des Streits in der SPD.
„Die Schiedskommission hat sich noch nicht entschieden“, wollte Bernd Köhler zurzeit keine Stellungnahme – auch mit Hinweis auf Gespräche unter den Genossen – abgeben. Gespräche bestätigte auch SPD-Kreisvorsitzender Olaf Lies. Nun sei es aber Sache der Schiedskommission, im Parteiordnungsverfahren zu entscheiden.
Fraktion ohne Vorstand
Er bedauerte, dass die sechs SPD-Ratsmitglieder, die ja jetzt als SDV eine eigene sozialdemokratische Fraktion bilden, nicht seinen Vorschlag aufgegriffen haben, und mit den anderen zwölf sozialdemokratischen Ratsmitgliedern eine neue SPD-Fraktion gebildet haben.
Diese neue Fraktion hatte sich mittlerweile gebildet – indes nur mit Beteiligung der verbliebenen zwölf SPD-Ratsmitglieder (die ja die sechs Ende Dezember 2008 ausgeschlossen hatten). Personalfragen in der neuen SPD-Fraktion seien noch nicht erörtert worden, sagte Lies. Was er nicht akzeptieren könne, sei die Verweigerung der sechs Ausgeschlossenen im Mediationsverfahren: „Zu sagen, weil Funke fehlt, machen wir nicht mehr mit. Das ist nicht nachvollziehbar.“
- Sie reden nicht viel, sie handeln. Sie nehmen sich selbst nicht so wichtig, sondern setzen sich für andere ein. Zwei Dutzend Personen sind von Bürgern als Menschen des Jahres 2011 vorgeschlagen worden.mehr
- Gut gelaunt stimmt die bunt gemischte Menge mit ein, als der Musikchor des Altenheims Simeon und Hanna das Lied „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ mit Hilfe von Akkordeon und Tamburin zum Besten gibt.mehr
- Erst staunt das Publikum, dann johlt es, als Kai Langer bei minus sechs Grad Jacke, Hose, Socken und Schuhe auszieht. In T-Shirt und Badehose steigt der Vorsitzende der DLRG Varel die Leiter des Schwimmbeckens im Freibad am Bäker hinab und geht über Eis.mehr
- „Gott sei dank, dass man den Täter gefasst hat. Das ist eine gute Nachricht. Der Mann kann nun keinen Schaden mehr anrichten. Varel kann wieder ruhig schlafen.“ So hat Pfarrer Manfred Janßen auf die Nachricht reagiert, dass die Staatsanwaltschaft einen Tatverdächtigen für die Brandstiftung im katholischen Kindergarten benannt hat.mehr
- Obenstrohes Ortsbrandmeister Carsten Töben (29) tritt von seinem Amt als Ortsbrandmeister zurück. Das teilte der Feuerwehrmann am Montag mit. Zuvor hatte er den übrigen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Obenstrohe seinen Entschluss mitgeteilt.mehr


