Gastwirt baute Saal für Turner um
100 Jahre TuS Büppel Chronisten legen lesenswerte Fleißarbeit vor
Die Chronik zum 100-jährigen Bestehen des TuS Büppel ist jetzt erschienen. Sie ist in den Büppeler Geschäften zum Preis von einem Euro erhältlich. BILD: Hans Begerow 
Büppel - 100 Jahre besteht der TuS Büppel, und jetzt hat der Verein auch eine Chronik über 100 Jahre Vereinsleben, die ab sofort in den Büppeler Geschäften erhältlich ist. 86 Seiten umfasst das kleine Buch im quadratischen Format 21 mal 21 Zentimeter. Es enthält zahlreiche Abbildungen, einige davon farbig, dazu eine Zeittafel und viele Eindrücke aus der langen Vereinsgeschichte.
Karl-Heinz Wenck und Gerold Ostendorf haben das Material zusammengetragen und die Texte geschrieben – eine Fleißarbeit, die zwei Jahre in Anspruch genommen hat. Wenck und Ostendorf werteten Unterlagen des Vereins aus, besuchten die Landesbibliothek in Oldenburg und das Archiv für Sportgeschichte in Hoya. Der Aufwand zahlte sich aus. Entstanden ist eine lesenswerte Chronik, die auch für Nicht-Vereinsmitglieder interessant ist. Für Karl-Heinz Wenck ist es schon die zweite Chronik über den Verein. Er ist auch Mitverfasser der Vereinschronik zum 75-jährigen Bestehen gewesen.
Gegründet wurde der TuS Büppel übrigens am 10. Oktober 1910, einem Montag. Die Gründungsmitglieder hatten dem Verein den Namen „Freie Turnerschaft Neuenwege und Umgebung“ gegeben. Der Verein übte in der Gaststätte „Linde“, später „Waldhaus“ in Neuenwege. Erster Vorsitzender wurde der 19-jährige August Osterloh, dessen Brüder Heinrich und Fritz ebenfalls in den Verein eintraten. August Osterloh wurde nach dem 2. Weltkrieg erster demokratischer Nachkriegsbürgermeister der Gemeinde Varel-Land. 1926 gab es Unstimmigkeiten mit dem Vereinswirt, so dass man zum „Büppeler Krug“ wechselte. Der Verein trug dann den Namen „Freier Turn- und Sportverein Frisch auf Büppel“. Wirt Dietrich Segger baute sogar seinen Saal nach den Erfordernissen der Turner um.
1933 wurde der Verein verboten, die Turngeräte und Musikinstrumente des Pfeifer- und Trommlerkorps eingezogen, weil Arbeitersportvereine als „Vereine mit politischem Einschlag“ galten. 1937 durfte er als Turnverein Brüderschaft Büppel weitermachen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Verein als Turn- und Sportverein Büppel wiedergegründet, erster Vorsitzender wurde Heinrich Osterloh. Der Verein wuchs, viele neue Abteilungen entstanden, Der Schulsportplatz wurde 1958 eingerichtet, später erweitert, die Turnhalle 1967 gebaut. 1980 waren es schon mehr als 500 Mitglieder, und im Jubiläumsjahr sind fast 1100 Mitglieder im TuS Büppel. Im Saal des Vereinslokals Segger wurde übrigens von 1932 bis 1967, bis zum Bau der Turnhalle an der Schule, geturnt.
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