„Jugendarbeit darf nicht gekürzt werden“
Personal MMW-Fraktion sieht Bedarf an Wochenenden
Varel - Die Vareler Ratsfraktion MMW begrüßt das von der Stadtjugendpflege vorgeschlagene Konzept, den aktiven Jugendlichen in den Jugendzentren mehr Eigenverantwortung zu übertragen, um so personelle Ressourcen des städtischen Engagements freizuschaufeln. „Doch wir haben kein Verständnis mehr dafür, das kampflos eine Stelle im sozialen Bereich der Haushaltskonsolidierung geopfert wird“, erklärte Fraktionsvorsitzender Iko Chmielewski. Wie die NWZ berichtete, wird die frei gewordene Stelle eines Sozialarbeiters nicht wieder besetzt.
Es sei in Ordnung, so MMW, wenn Arbeiten, die die Stadtjugendpflege bisher übernommen hat, überdenkt, anders organisiert oder ineffektiv Bereiche einstellt. Doch es sei nicht okay, wenn dieser Prozess dazu genutzt werde, um in diesem sensiblen Bereich Geld zu sparen. „Die Jugendarbeit darf nicht weiter zusammengestrichen werden“, so Chmielewski.
MMW verkenne keineswegs die Leistungen der städtischen Jugendarbeit. Die Fraktion fragt sich, ob es denn wirklich keinen Bedarf an zusätzlichen Engagement im Bereich der aufsuchenden Sozialarbeit gibt, wie es die MMW seit Jahren einfordere? Chmielewski verwies auf Feste wie die Musikreihe „Vareler Mittwoch live“, bei der Jugendliche im dunklen Randbereich hochprozentigen Alkohol konsumierten.
MMW fragt sich weiter, ob die Stadtjugendpflege keine Notwendigkeit sehe, die frei werdenden Stunden für eine bessere Vernetzung ihrer Arbeit mit der Schulsozialarbeit einzufordern? Gebe es keinen Bedarf, an Wochenenden mehr qualifizierte Angebote zu schaffen? MMW vertritt der Auffassung, dass es durchaus Aufgaben gibt, die die Jugendpflege an sich ziehen sollte, zum Beispiel durch eine Jugenddisco.
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