Ein Schiff voller dynamischen Ideen
Windkraft Wanderausstellung informiert zu Offshore-Technologie – Tag der erneuerbaren Energien
Spaß hatten Simon Albany aus Petersfehn und Max Müller aus Büppel (von links). Sie nutzten die Informationsmöglichkeiten auf der „Greundiek“. BILD: Hans Begerow 
von Hans Begerow
Varel - Ein Schiff voller Ideen, so hat Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner die „Greundiek“ genannt, die im Vareler Hafen festgemacht und die Wanderausstellung „Faszination Offshore“ nach Varel gebracht hat. Noch bis zum Sonntag informiert die Ausstellung der Stiftung Offshore Windenergie über die Stromerzeugung auf dem Meer.
Zahlreiche Ehrengäste und Schulklassen waren zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch auf die „Greundiek“ gekommen, wo Stiftungs-Geschäftsführer Andreas Wagner die Offshore-Windenergie als unverzichtbaren Teil einer zukunftsfähigen Energieversorgung bezeichnete. Niedersachsen sei das Land, das am meisten von der Offshore-Windenergie profitiere, sagte Dr. Niels Kämpny, Referatsleiter Energiepolitik im niedersächsischen Umweltministerium. Die Politik habe daher für die Akzeptanz zu sorgen, damit die Bürger die Folgen der Energieerzeugung auf dem Meer akzeptierten, forderten Kämpny wie auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer und der SPD-Landtagsabgeordnete Olaf Lies. Beide Politiker sehen großes Potenzial in der Offshore-Windtechnologie. Die Diskussion um die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke werde sich hinsichtlich der Akzeptanz in der Bevölkerung hinderlich auswirken, meinte Lies. Immerhin hingen Tausende Arbeitsplätzen an der Offshore-Technologie.
Vorstand der Stiftung Offshore Windenergie ist der Vareler Unternehmer Dr. Knud Rehfeldt (Deutsche Windguard). Er sieht bei der Offshore-Forschung Nachholbedarf in Deutschland. Es brauche eine strategische Netzplanung und eine Vernetzung der Offshore-Industrie mit der maritimen Wirtschaft.
Am Sonntag, 5. September, wird ein „Tag der erneuerbaren Energien“ (10 bis 18 Uhr) die Ausstellung auf dem Schiff ergänzen. Dann werden auch das Elektromobil E3 der EWE und das Brennstoffzellenauto von H2O-Mobil zu sehen sein.
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