Ein Waldviertel nahe der Innenstadt
Kaserne Bürger und Behörden sollen beteiligt werden – Architekturbüro stellt Planung vor
Der Plan zeigt das Kasernengelände mit den möglichen Nutzungen Sport, Veranstaltungen, Gewerbe und Wohnen. BILD: Boner und Partner 
von Hans Begerow
Varel - Der westliche Teil der Kaserne könnte als Sportzentrum genutzt werden, oder auch aufgeforstet als Erholungsfläche.
könnte als Veranstaltungsfläche genutzt werden (z.B. mit einem Technik- und Erlebnismuseum zur Mobilität – Flugzeugbau, Fahrzeugbau)
könnten sein Beherbergung, Wohnen, kommunale Dienstleistungen.
über Panzerstraße, Steinbrückenweg und Gewerbe-Logistik-Port.
Wohnen im Grünen und in der Nähe des Vareler Waldes, trotzdem mit kurzer Anbindung an das Vareler Zentrum. Für den Architekten Johann Boner besteht darin der Reiz des Kasernengeländes, das seit fast vier Jahren nicht mehr durch die Bundeswehr genutzt wird. Sein Planungskonzept, das verschiedene Nutzungen vorsieht, stellte er erneut vor. Diesmal im Planungsausschuss, nachdem Boner im Juni die Pläne in einer Bürgerversammlung präsentiert hatte.
Boner berichtete auch aus Gesprächen mit der Bima, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, wonach es zurzeit keinen Interessenten für die gesamte Kasernenfläche gibt. Boners Büro hat vier verschiedene Nutzungen für das Areal vorgesehen.
Wohnbebauung biete sich überwiegend in einem Zipfel nördlich der Straße An der Waldwiese (17 Baugrundstücke), Gewerbenutzung und Mischnutzung (Wohnen/Dienstleistung/Gewerbe) im mittleren Bereich an (heutiger T-Bereich). Die Sportflächen und -gebäude könnten ebenfalls eine Nutzung darstellen, wenn man etwa das Waldstadion und den Schlackeplatz einer Wohnnutzung zuführen will. Ein Sondergebiet Veranstaltungsfläche könnte mit einem Unterhaltungspark Technoland zur Fahrzeug- und Luftfahrzeuggeschichte im T-Bereich entstehen. Dort könnten auch Parkflächen für Veranstaltungen entstehen. Ein Unterhaltungspark Technoland könnte auch Beherbergungsbetriebe nach sich ziehen. Eine Alternative zum Erhalt der Sportplatzfläche bestände Boners Worten zufolge auch in der Aufforstung.
Die Zufahrten zu dem Kasernen-Gelände erfolgen über den Steinbrückenweg, die Panzerstraße und über den Gewerbelogistik-Port. „Das Waldviertel befindet sich nur 1000 Meter vom Zentrum entfernt“, machte Boner deutlich, welches Entwicklungspotenzial in dem Gelände steckt.
Die Gebäude, 1940 und ab 1964 entstanden, wiesen alle den gleichen Standard auf, so Boner. Kanalisation und Entwässerung seien in Ordnung. Was fehlt: „Im Augenblick haben wir kein Planungsrecht und kein Trinkwasser.“ Das Wasser wurde nämlich abgestellt, um Verkeimungen zu vermeiden. Die Leitungen könnten schon Korrosionsschäden aufweisen. Einstimmig beschloss der Ausschuss, Bürger und Behörden über das Planungskonzept zu informieren.
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