Besuch beim „Wohlfühlhaus“
Tag Der Architektur Interesse an Schule in Zetel und Wohnhaus in Varel
Der moderne Bau der Familie Meinen in Büppel lockte am Tag der Architektur viele Interessierte an. BILD: Gösta berwing 
von Gösta Berwing
Büppel - Das letzte Wochenende im Juni ist für Architekturbegeisterte inzwischen ein fester Veranstaltungstermin: Die Architektenkammern laden zum Tag der Architektur ein. Bauherren öffnen ihre Türen und zeitgenössische Architektur ist vielerorts zu besichtigen. In Varel und der Friesischen Wehde konnten zwei Objekte besichtigt werden: der Um- und Erweiterungsbau der Haupt- und Realschule Zetel, bei dem Schule, Bibliothek, Mensa und Jugendzentrum unter einem Dach vereint wurden, und das Wohnhaus der Familie Meinen in Büppel.
Architekt Hans-Martin Kahrs aus Bremen hatte hier die Aufgabe, mehr Wohnraum zu schaffen. Das ältere Häuschen auf dem Grundstück Am Wiesengrund wurde der vier-köpfigen Familie zu klein, sollte aber erhalten bleiben. Es entstand die Idee, beide Häuser zu verbinden. So konnte in dem Neubau Platz gespart werden, weil sich die gesamte Haustechnik nun nach der Modernisierung weiterhin im Altbau befindet und den Neubau mit versorgen kann.
Der als Kubus konzipierte Anbau erfüllt die neuen hohen energietechnischen Anforderungen. Das erforderte vom Architekten, Kompromisse bei der Realisierung der Bauherrenwünsche und den gesetzlichen Vorschriften einzugehen. So war beispielsweise die gewünschte Errichtung als Passivbau nicht in einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand erreichbar. Aber durch entsprechende Dämmung der Außenwände und des Daches wurde eine gute Lösung gefunden. Eine Solaranlage unterstützt die Heizung und die Warmwassererzeugung.
Als sehr effizient beschreibt Familie Meinen die kontrollierte Be- und Entlüftung, bis zu 90 Prozent Wärmerückgewinnung ermögliche diese moderne Lüftungsanlage. Der Altbau wird demnächst modernisiert und zukünftig für Arbeitsräume und Gästezimmer genutzt.
Der Architekt hatte drei Vorschläge unterbreitet und „nach reichlicher Überlegung wählten wir dieses hier aus“, berichtete Marlena Meinen, „es ist ein Wohlfühlhaus für uns“.
- Mit einer großen Veränderung wartet der Vareler Ferienpass in diesem Jahr auf: Erstmals ist er online einsehbar und die Anmeldungen erfolgen bis auf wenige Ausnahmen nur noch online. Ab Freitag, 25. Mai, sind die 100 Aktionen für die Sommerferien auf https://varel.mehr
- Für den Klimaschutz in den friesländischen Kommunen setzt sich Frieslands Klimaschutzbeauftragte Anna-Maria Salomon ein. In der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses stellte die Klimaschutzbeauftragte ihr Aufgabengebiet und ihre Ideen vor.mehr
- Die Standortfrage für den Neubau des katholischen Kindergartens in Varel ist geklärt: Er soll im Pfarrgarten gebaut werden. Das hat jetzt der Kirchenausschuss der Sankt-Bonifatius-Kirche beschlossen. „Wir wollen so schnell wie möglich anfangen“, kündigte Pfarrer Manfred Janßen an.mehr
- In Jeringhave, Rotenhahn und Tange kennt quasi jeder jeden. In den drei Bauerschaften leben nämlich nur 183 Menschen. Auf einen Quadratkilometer kommen 18 Bürger. „Das ist überschaubar, aber schön“, sagt Jörg Schmidt (47), seit 2009 Vorsitzender der Dorfgemeinschaft.mehr
- Helen Tapkenhinrichs (19 Jahre) ist die vierte Bewerberin für das Amt der Mühlenkönigin. Die Polizeianwärterin lebt zwar in Jaderberg, kennt Varel aber gut, sie ist hier einige Jahre zur Schule gegangen und absolviert gerade ein Praktikum bei der Polizei in Varel.mehr


