VAREL, 7. Februar 2012


Eine Sportlerin und ein Tausendsassa

Menschen Des Jahres Jury wählt Elena Liebenthal und Hans-Georg Buchtmann aus – 24 Vorschläge


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Elena Liebenthal und Hans-Georg Buchmann sind die Menschen des Jahres 2011. Sie werden an diesem Dienstag im Rahmen des NWZ -Jahresempfangs geehrt. BILDer: Koopmeiners/Dosch  Bild vergrößern

Zum zweiten Mal sind der Mann und die Frau des Jahres ausgewählt worden. Es sind Elena Liebenthal und Hans-Georg Buchtmann.

von Christoph Koopmeiners

Varel - Sie reden nicht viel, sie handeln. Sie nehmen sich selbst nicht so wichtig, sondern setzen sich für andere ein. Zwei Dutzend Personen sind von Bürgern als Menschen des Jahres 2011 vorgeschlagen worden. Darunter ist zum Beispiel jemand, der schon mehrfach Leben gerettet hat, jemand, der für seine älteren Nachbarn Schnee schiebt oder auch jemand, der kleinen Kindern beim Lesen hilft. Einige Kandidaten waren bereits bei der Premiere der Aktion von Oldenburgischer Landesbank (OLB) und Nordwest-Zeitung (NWZ ) im vergangenen Jahr vorgeschlagen worden.


Mehrfach vorgeschlagen
Die Jury hat es nicht leicht gehabt und lange abgewogen, berichten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Marco Peters (OLB) und NWZ -Redaktionsleiter Hans Begerow. Nach längerer Diskussion entschied sich das Gremium für Elena Liebenthal (44) aus Bockhorn als Frau des Jahres 2011 und Hans-Georg Buchtmann (73) aus Varel als Mann des Jahres 2011. Beide waren mehrfach vorgeschlagen worden. Sie werden an diesem Dienstag im Rahmen des Jahresempfangs der Nordwest-Zeitung im Waisenhaus ausgezeichnet.

Wer mit Elena Liebenthal spricht, merkt schnell, dass Bewegung für die Entwicklung von Kindern positiv und wichtig ist. „Sport fördert die Lernfähigkeit“, sagt die ehemalige Leistungssportlerin. Das treffe auf Jungen und Mädchen mit und ohne Handicap zu. „Viele Leute reden derzeit von Integration und Inklusion. Wir machen das schon seit Jahren.“ Die Sportpädagogin leitet im Vareler Turnerbund (VTB) die Präventions- und Reha-Sport-Gruppe „Die starken Löwen“. Das Besondere: In zwei Gruppen unterschiedlichen Alters treiben jeweils behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam Sport. Es geht ums Selbstbewusstsein, ein positives Körpergefühl, Koordination, Konzentration, Ausdauer, Kraft und eine kindgerechte Entspannung.

An der Grundschule Altjührden, an der Elena Liebenthal seit Jahren als Integrationshelferin für ein behindertes Kind tätig ist, bietet sie ehrenamtlich seit zwei Jahren eine Sport-AG für behinderte und nichtbehinderte Kinder an. Daran nehmen jeden Montag 17 Jungen und Mädchen der Grundschule Altjührden und der Pestalozzi-Förderschule teil.

Der Mann des Jahres 2011 ist ein Tausendsassa: Hans Georg Buchtmann. Der umtriebige Ruheständler ist seit 30 Jahren Vorsitzender des Heimatvereins Varel und seit einigen Jahren auch Vorsitzender des Förderkreises Waisenhaus Varel, dessen Seitenflügel gerade saniert wird, weil die Deckenbalken verfault sind.

Gerade abgeschlossen hat Buchtmann mit seinen Helfern vom Heimatverein die Sanierung des Vareler Wahrzeichens, der Windmühle. Ihre Kappe musste aufwendig saniert werden. Dafür hatte der 73-Jährige eine bislang einmalige Spendenaktion initiiert. Bürger und Firmen spenden 165 000 Euro für das denkmalgeschützte Bauwerk.


Bereits neues Projekt
Die Windmühle mit der angrenzenden Museumsscheune ist nicht das einzige Projekt des Heimatvereins. Unter Buchtmanns Führung, der in seinem Berufsleben Bankkaufmann war, hat der Heimatverein in den vergangenen Jahrzehnten einen ordentlichen Schub nach vorne gemacht. Zum Museumsrestaurant „Schienfatt“ kam das Heimat- und Stadtarchiv hinzu. Die Erweiterung des Heimatmuseums um das Nachbargebäude ist bereits geplant. Und bei all seiner Arbeit ist Hans-Georg Buchtmann ein stets gut gelaunter Mensch.

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