„Wir benötigen diese Vorbilder“
Menschen Des Jahres Elena Liebenthal und Hans-Georg Buchtmann ausgezeichnet
NWZ -Redaktionsleiter Hans Begerow (rechts) überreichte Elena Liebenthal und Hans-Georg Buchtmann je eine Urkunde und die Windmühle als Anstecknadel. BILD: Torsten von Reeken 
von Christoph Koopmeiners
Varel - Nach der Premiere und der positiven Resonanz im vergangenen Jahr sind am Dienstagabend erneut zwei Bürger als „Menschen des Jahres“ ausgezeichnet worden. Für ihren uneigennützigen Einsatz wurden Elena Liebenthal (44) aus Bockhorn als Frau des Jahres 2011 sowie Hans-Georg Buchtmann (73) aus Varel als Mann des Jahres 2011 geehrt. Die Aktion der Oldenburgischen Landesbank und der Nordwest-Zeitung war verbunden mit einem Jahresempfang, zu dem NWZ -Chefredakteur Rolf Seelheim im Waisenhaus gut 100 Gäste begrüßte. Darunter waren Frieslands Landrat Sven Ambrosy, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sowie weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur, Kirchen, Schulen und Vereinen.
Seelheim lobte die vielen Rückmeldungen aus der Leserschaft für die Aktion „Mensch des Jahres“ und die insgesamt 31 Vorschläge. Der Jury sei die Auswahl unter den verdienstvollen Vereinsvertretern, hilfsbereiten Nachbarn, einem Lebensretter und Ehrenamtlichen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen, schwer gefallen. Elena Liebenthal, die mit behinderten und nichtbehinderten Jungen und Mädchen turnt, habe es verdient, als Frau des Jahres ausgezeichnet zu werden, ebenso Hans-Georg Buchtmann als Mann des Jahres, der sich unermüdlich für den Erhalt der Windmühle und des Waisenhauses einsetzt.
Bürgermeister Wagner, der neben Marco Peters (Filialdirektor der OLB Varel) und NWZ -Redaktionsleiter Hans Begerow der Jury angehörte, würdigte das Ehrenamt in Varel und damit auch den Einsatz vieler Gäste des Jahresempfangs. Letztlich gehe es um die Menschen, die für das Gemeinwohl eintreten, die sich verdient gemacht haben und uns bewegen. „Elena Liebenthal und Hans-Georg Buchtmann haben uns bewegt. Jeder von uns sollte so sein wie sie“, sagte Wagner. Ein Mensch des Jahres müsse hartnäckig sein im Erreichen von Zielen sowie selbstlos, anderen zu helfen. Hans-Georg Buchtmann bezeichnete er als den besten Kenner der Stadt Varel. Für Elena Liebenthal sei integrativer Sport eine Herzensangelegenheit.
Nach Darstellung von Marco Peters geschieht bürgerschaftlicher Einsatz oft im Stillen. Deswegen sei es wichtiger denn je, herausragendes Engagement auch öffentlich zu würdigen. „Alles Große dieser Welt entsteht dort, wo jemand mehr tut als er muss“, zitierte er den Gründer der SOS-Kinderdörfer, Hermann Gmeiner. Unsere Gesellschaft lebe von denen, die sehen, wo sie gebraucht werden. Ohne diese Menschen wäre ein funktionierendes gesellschaftliches Zusammenleben schwer vorstellbar. Dennoch müsse man auch feststellen, dass der Rückzug ins Private gerade auch bei Jugendlichen immer mehr in Mode komme. Mit dem Wort Solidarität könnten viele Menschen nichts mehr anfangen. Peters: „Wir wollen mit der Wahl zum Menschen des Jahres diesem Trend entgegenwirken und Vorbilder für ehrenamtliches Engagement, Menschlichkeit und Miteinander auszeichnen. Wir benötigen diese Vorbilder, die zum Nachahmen einladen und Mitmachen ermuntern sollen.“
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