Kinder begeistert vom neuen Domizil
Katholischer Kindergarten Erster Tag im ehemaligen VHS-Gebäude am Seilerweg – Schlüsselübergabe
Über ihr neues Spielzeug freuen sich die Mädchen und Jungen im neuen Domizil des katholischen Kindergartens im ehemaligen VHS-Gebäude im Seilerweg. BILD: Traute Börjes-Meinardus 
von Traute Börjes-Meinardus
Varel - „Alles schön hier“, findet Joost, „besonders die Dinos“. Ein „Brandstifter“ habe den alten Kindergarten angezündet, erklärt der Fünfjährige, „jetzt haben viele Leute gespendet und wir haben wieder alles, was das Herz begehrt“. Joost fühlt sich wohl im neuen Quartier des katholischen Kindergartens im ehemaligen VHS-Gebäude im Seilerweg. Am Dienstag sind die Kinder mit ihren Erzieherinnen dort eingezogen. „Wir leben hier den ganz normalen Kindergartenalltag mit all seinen Ritualen“, sagt Leiterin Gabriele Schmidt. Ganz alltäglich war es allerdings am ersten Tag im neuen Domizil nicht. Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Pfarrer Manfred Janßen und Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch waren zur Schlüsselübergabe in den Kindergarten gekommen.
Freitag hatten in dem Gebäude noch Kursangebote der VHS stattgefunden. Damit dort bereits am Dienstag die Kinder in drei Gruppenräumen spielen konnten, war eine Gemeinschaftsaktion erforderlich. Mitarbeiter der VHS, der Stadt Varel, Erzieherinnen und Eltern waren im Einsatz, haben Computer und VHS-Mobiliar ausgeräumt und alles für die Kinder eingeräumt. „Das war eine tolle Gemeinschaftsaktion von Kirche, Landkreis, Stadt und Eltern“, freut sich Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, „wenn alle an einem Strang ziehen, kann man viel bewegen“. Der Bürgermeister selber hat mit angepackt und Regale geschleppt. „Das war hier wie im Ameisenhaufen“, beschreibt er den Großeinsatz am Seilerweg.
„Etwa 30 Eltern waren im Einsatz“, berichtet Elternvertreterin Claudia Filmer, „sie haben eingeräumt und Wände angestrichen“. Jetzt planen die Eltern eine Benefizveranstaltung zugunsten des Kindergartens. Großes Lob spricht Claudia Filmer den Erzieherinnen aus. „Gleich nach dem Brand gab es eine Notgruppe und dann ging der ganz normale Rhythmus weiter, diese Ruhe hat sich positiv auf die Kinder ausgewirkt, „das war eine super Leistung“.
Es war viel Improvisationstalent erforderlich, so mussten die für Erwachsene angelegten Toiletten mit Hockern und Einsätzen für die Kinder umgerüstet werden. „Können wir denn auch bald wieder draußen spielen?“, wirft der vierjährige Peter ein, der das neue Domizil ziemlich aufregend findet, aber doch einen Bolzplatz vermisst. Auch ihn kann Gabriele Schmidt beruhigen, im hinteren Bereich des Parkplatzes vor dem VHS-Gebäude soll ein Spielgarten eingerichtet werden.
Und wie geht es langfristig weiter? „Es finden derzeit Gespräche des Finanzdirektors mit dem Bischof statt“, berichtete Pfarrer Manfred Janßen. Geklärt werden müsse vor allem die Standortfrage. Der Pfarrer fühlte sich im neuen Quartier des katholischen Kindergartens an seine eigene Kindheit erinnert. In dem Gebäude war früher die katholische Volksschule Varel untergebracht und der Pfarrer hat dort seinen Volksschulabschluss abgelegt.
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