WANGEROOGE, 28. Oktober 2009


Club braucht noch mehr Schub

BILANZ Wangerooger Disco mit Anlaufschwierigkeiten – Betreiber optimistisch


DIE BETREIBER FREUEN SICH ÜBER DIE UNTERSTÜTZUNG DER INSULANER. ZU SPÜREN SEI JEDOCH, DASS ES DREI JAHRE LANG KEINE DISCO GAB.

VON MELANIE HANZ

Wangerooge - Die neue Wangerooger Disco „Ashampoo-Beachclub“ hat ihre erste Saison geschafft – allerdings nicht ganz so erfolgreich, wie gehofft. „Es gab Tage, da war die Insel knallvoll, aber abends in die Disco verirrte sich keiner“, bedauern die Betreiber Andreas „Charly“ Baumann und Eduard Wybrands.

„Offenbar hat es sich unter den Wangerooge-Urlaubern noch nicht wirklich herumgesprochen, dass es auf der Insel wieder eine Disco gibt“, meint Baumann: „Das muss erst wieder wachsen.“ Dass seit dem Abriss der Discothek „Lucky“ drei Jahre vergingen, bis es wieder eine Disco auf Wangerooge gab, merke man deutlich. „Wer abends feiern will, hat sich in dieser Zeit anders orientiert. Viele frühere Wangerooge-Urlauber sind jetzt auf anderen Inseln zu finden“, vermutet Baumann.

Positive Rückmeldungen

So hätten ihm Urlauber erzählt, dass ihre erwachsenen Kinder nicht mehr nach Wangerooge mitkämen, weil es keine Disco mehr gibt. „Wenn sich erst rumgesprochen hat, dass die discofreie Zeit zu Ende ist, wird der Beachclub auch wieder mehr Zulauf haben“, hofft Baumann.

Denn wirklich unzufrieden ist er mit seinem Club nicht: „Wir hatten hier die Chance, eine Disco so herzurichten, wie wir es uns immer gewünscht haben“, sagt er.

Er ist stolz auf das Niveau seines Clubs. „Das wird noch ein richtig angesagter Club“, ist er sicher: „Die Stimmung ist immer super und es wird getanzt – das macht einfach Spaß“, erzählt er. Auch an positiver Rückmeldung mangelt es nicht. „Ältere kommen genauso zu mir und sagen, was wir für eine tolle Sache auf die Beine gestellt haben, wie jüngere.“

Dankbar ist Baumann für die Unterstützung, die er von Anfang an von den Insulanern bekommen hat. „Sie kommen alle“, freut er sich. So seien die Strandpartys im Sommer ganz selbstverständlich im Beachclub fortgesetzt worden. „Nur mit Insulanern kann ich die Disco aber nicht betreiben“, bedauert er.

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Im Winter geöffnet

Weiter umgebaut werden soll die ehemalige Dünenhalle, die die Oldenburger Software-Firma Ashampoo im Frühjahr gekauft hatte, in diesem Jahr nicht mehr. „Wir haben schon deutlich mehr als die geplanten 400 000 Euro investiert – jetzt müssen wir den Club erstmal zum Laufen kriegen“, sagt Baumann.

Die Disco bleibt auch den Winter über freitags und sonnabends ab 21 Uhr geöffnet. An jedem ersten Freitag im Monat finden „Nachttanztees“ statt.

Geplant sind zudem an jedem zweiten und vierten Freitag „Tenne-Partys“ mit DJ Antje. „Damit wollen wir eine uralte Insel-Tradition wiederbeleben“, verrät Charly. Die legendäre „Tenne“ war eine Kneipe und Disco am alten Deich hinter dem Bahnhof. Obwohl sie bereits seit Ende der 1980er Jahre geschlossen ist, ist sie bei vielen Wangeroogern und Gästen noch in bester Erinnerung. Auch die alkoholfreie Jugenddisco am Nachmittag wird weiter angeboten – außerhalb der Saison aber nur auf Vorbestellung.

Mehr Infos unter

www.ashampoo-beachclub.de


 



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