WANGEROOGE, 5. August 2010


Helfer aus der ganzen Welt im Einsatz für Eiskuhlen

Umweltschutz Junge Leute arbeiten bei Renaturierung der Heide mit


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Junge Leute aus aller Welt sind noch bis zum 8. August auf Wangerooge im Einsatz, um die Eiskuhlen zu renaturieren. BILD: Landkreis  Bild vergrößern

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Wangerooge - Harte Arbeit zum Erhalt der inseltypischen Natur leisten zurzeit junge Leute aus aller Welt auf Wangerooge: Im Rahmen eines Arbeitscamps der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) renaturieren Teilnehmer aus Südkorea, China, Kenia, Spanien, Russland, Ghana, Tschechien und Litauen sowie Deutschland die Wangerooger Eiskuhlen.

IJGD ist ein gemeinnütziger Verein der internationalen Jugendarbeit und einer der größten und ältesten Workcamporganisationen in Deutschland: So werden jedes Jahr rund 120 internationale Workcamps organisiert, in denen jeweils 15 junge Menschen aus aller Welt im Alter von 16 bis 26 Jahren zusammen arbeiten.

Betreut wird die Renaturierungsmaßnahme vom Mellumrat, finanziell gefördert wird sie von der Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven und der Wattenmeerstiftung.

Die Eiskuhlen dienten bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts der Gewinnung von Eis für die Kühlung von Lebensmitteln, mit dem Aufkommen von Kühlschränken verlandeten sie zunehmend. Die Gewässer sind Lebensraum hochgradig gefährdeter Pflanzenarten, insbesondere der so genannten Strandlingsgesellschaft und Brutgebiet für die seltene Sumpfohreule, die Löffelente, das Teichhuhn und die Wasserralle sowie Lebensraum der Kreuzkröte.

Doch Kartoffelrose, Traubenkirsche und Schwarzkiefer verdrängen die seltenen Pflanzenarten immer weiter. Nach Erfahrungen auf der Insel Borkum konnte das Artenpotenzial dieser Pflanzengesellschaft durch Abplaggen reaktiviert werden. Um das auch auf Wangerooge zu erreichen, muss in den Eiskuhlen die oberere organische Schicht mit einer Höhe von ca. 10 bis 15 Zentimetern bis auf den mineralischen Grund abgeschält werden, ohne dass dauerhaft offene Wasserflächen entstehen.

Der anfallende Pflanzenschnitt und Boden wird von der Gemeinde aufgenommen, gehäckselt und außerhalb der Heide kompostiert.

Neben den Jugendlichen helfen auch Soldaten des Richthofengeschwaders im Rahmen ihres traditionellen Biwaks auf Wangerooge bei der Pflege der Natur mit.

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Für die kommenden Jahre hat der Mellumrat eine Fortsetzung der Renaturierung geplant, denn nur dann könnten die Maßnahmen eine nachhaltige Wirkung entfalten.




 



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