Leitbild soll bei Vermarktung der Insel helfen
Tourismus Werksausschuss Kurverwaltung stimmt Erarbeitung zu – Seit 2005 auf Tagesordnung
Wangerooge - Seit 2005 steht das Thema „Leitbild“ immer wieder auf der Tagesordnung der Kurverwaltung Wangerooge. Bisher allerdings ist noch kein Leitbild erarbeitet werden – drei Anläufe in den Jahren 2005, 2009 und 2010 scheiterten an der Finanzierung.
In diesem Jahr soll endlich ein Leitbild erarbeitet werden. Darüber herrschte am Dienstagabend Einigkeit im Wangerooger Werksausschuss. Die Gemeinde- und Kurverwaltung wird das Leitbild in Auftrag geben und die Hälfte der Kosten – erwartet werden 10 000 bis 12 000 Euro – tragen. Die andere Hälfte sollen sich Verkehrsverein und Leistungsträger teilen.
Allerdings warnte Uwe Osterloh (SPD) davor, zu große Erwartungen an ein Leitbild zu haben: „Das wird uns nicht so voran bringen, wie wir uns das wünschen“, sagte er. Bärbel Herfel (CDU) forderte die Beteiligung aller Gastronomen, Einzelhändler, Beherbergungsbetriebe und anderer Leistungsträger ein. „Alle müssen zusammenarbeiten“, betonte sie.
Orientierungshilfe
Das Leitbild soll das touristische Selbstverständnis Wangerooges transportieren und ein Entwicklungsziel formulieren. Nach innen soll ein Leitbild Orientierung geben und somit handlungsleitend für alle Leistungsträger wirken. Nach außen soll es deutlich machen, für was Wangerooge steht.
Ein Leitbild für Wangerooge könnte etwa im Satz „Urlaub direkt am Meer“ zusammengefasst werden, den Josef Mende, Vorsitzender des Verkehrsvereins, gerne verwendet. Denn ein Alleinstellungsmerkmal Wangerooges gegenüber den anderen Ostfriesischen Inseln ist, dass der Strand direkt am Dorf liegt.
Verkehrsverein und Gemeindeverwaltung werden in den nächsten Wochen zudem nochmals Gespräche über ihren Kooperations- und Dienstleistungsvertrag führen: Hintergrund ist der Datenschutz.
Monatliche Gästezahlen
Bisher dürfen die Daten von potenziellen Urlaubern, die die Kurverwaltung bei Prospektanforderungen erhebt, nicht an den Verkehrsverein zum Versand gezielter Wangerooge-Werbung weitergegeben werden. Nun soll eine Vereinbarung erarbeitet werden, die datenschutzrechtlich unbedenklich ist.
Nach Ansicht des Verkehrsvereins sei es ohnehin nach außen kaum zu vermitteln, dass es auf Wangerooge mit Kurverwaltung und Verkehrsverein zwei Informationsstellen für Urlauber gibt.
Kein Problem ist indes, dass die Kurverwaltung künftig monatlich die Urlauberzahlen mit An- und Abreisen sowie Verweildauer veröffentlicht. Sowohl CDU als auch BfW hatten entsprechende Anträge gestellt. Laut Hanke Rippen, Geschäftsführer des Hotels Hanken, könnten aus den Monatszahlen Voraussagen für das Folgejahr getroffen werden und zudem gezielt Angebote für urlauberarme Zeiten geschaltet werden.
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