„Wahl ist für uns fantastisch gelaufen“
Bilanz Freude bei der SPD, Enttäuschung bei der CDU – Am 2. November konstituierende Sitzung
von Dagmar De Levie
Zetel - „Heute sind wir fast schon euphorisch“, freute sich SPD-Spitzenkandidat und Ratsvorsitzender Bernd Pauluschke am Montag über das Ergebnis der Kommunalwahlen, die den Sozialdemokraten die absolute Mehrheit in der Gemeinde Zetel beschert hatten. Am Sonntag hatte er noch „vorsichtige Freude“ signalisiert: „Man soll den Morgen nicht vor dem Abend loben.“
Absolute Mehrheit
Mit den 15 Mandaten, mit denen die SPD nun in den Rat einzieht, habe man nicht gerechnet: „Wir haben gedacht, wenn wir unsere 13 behalten, ist es gut, wenn wir 14 bekommen, wäre das schön“, sagte Pauluschke. „Die Wahl ist für uns fantastisch gelaufen“, urteilte er und kündigte an: „Wir werden verantwortungsvoll mit dieser absoluten Mehrheit umgehen.“ Auf jeden Fall wolle man auch weiterhin auf solide Finanzen setzen und ebenso einen guten Umgang mit den übrigen Ratsmitgliedern pflegen. „Wir hatten bisher im Gemeinderat kein Gezänk und wir wollen auch künftig keines“, sagte Pauluschke und machte damit die gewünschte Marschroute deutlich.
Im Gegensatz zur SPD, die sich natürlich über ihre absolute Mehrheit freut, sind die Grünen damit überhaupt nicht glücklich. Sie können sich im Gemeinderat zwar nun über drei Sitze und den Fraktionsstatus freuen, „aber mit der absoluten Mehrheit der SPD sind wir nicht zufrieden“, sagte Ratsherr Wilhelm Wilken .
Nachbereitung
Große Enttäuschung bei der CDU. Sie hatte zuletzt – nach dem Beitritt von Birgit Wascher – zehn Sitze im Rat inne gehabt, liegt nun nur noch bei sieben. „Wir können der SPD nur zu ihrer absoluten Mehrheit gratulieren“, erklärte Fraktionsvorsitzender Jörg Mondorf, gab aber auch zu bedenken: „ In der Alleinentscheidungskompetenz, die sie jetzt hat, liegt natürlich auch ein gewisses Risiko.“ Die CDU jedenfalls müsse jetzt noch einmal in die Nachbereitung gehen und sehr detailliert über die Gründe des Wahlergebnisses nachdenken. „Vielleicht“, so Mondorf, „haben wir unsere Politik nicht transparent genug gemacht.“ Die Grünen hätten Stimmen geholt, die CDU hingegen habe ihre Umweltpolitik offensichtlich nicht deutlich genug vermittelt. „Wir nehmen das alles sehr ernst“, betonte Mondorf.
Während FDP und Linke sich nicht für den Rat behaupten konnten, bleibt die UWG mit ihren drei Sitzen konstant., hatte allerdings im Vorfeld doch mit einem besseren Wahlergebnis gerechnet, wie es hieß.
Am Mittwoch, 2. November, wird es zur konstituierenden Sitzung des neuen Rates kommen. Getagt wird dann aber nicht im Neuenburger Schloss, sondern in der Haupt- und Realschule Kronshausen, da mit einem größeren Zuhöreraufkommen gerechnet wird. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr.
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