ZETEL, 21. Januar 2012


Neue Depot-Führung nach Laboe?

Strukturreform Überlegungen für Munitionslager im Fuhrenkamp – Entscheidung Ende März erwartet


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Einblicke in die Aufgaben des Munitionsdepots Zetel erhielten Besucher unter anderem am Tag der offenen Tür im Jahr. BILD: Archiv/Christoph Koopmeiners  Bild vergrößern

Im Falle der Reform der Führungsstruktur wären 16 Dienstposten betroffen – damit mehr als 16 Menschen. Die Feinausplanung der Bundeswehr steht noch aus.

von Anke Wöbken

Zetel - Bei der Strukturreform der Bundeswehr im Oktober wurde kein Zweifel am Erhalt des Standorts Zetel gelassen. Doch nun gibt es Überlegungen, die Führungsstruktur so zu ändern, dass die vorgesetzte Dienststelle für die Zeteler nach Laboe bei Kiel kommen soll. Dies hat Thomas Kossendey, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, jüngst in einem Gespräch mit dem Wilhelmshavener Oberbürgermeister Andreas Wagner und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer aus Zetel erläutert. „Panik und Zukunftsängste sind unangebracht“, davon ist Kammer überzeugt. Wegen der Einzelheiten müsse man die Ergebnisse der Feinausplanung Ende März abwarten.

Dies sagte auch Fregattenkapitän Thomas Schulz, Leiter des Munitionsdepots Zetel, am Freitag auf Nachfrage der NWZ . „Es gibt Überlegungen, Gedanken, aus dem Munitionsdepot Zetel ein Lager zu machen. Von dieser Strukturentscheidung wären 16 Dienstposten betroffen – 16 Dienstposten, aber mehr als 16 Menschen, da „auch Teilzeitstellen darunter fallen“, führte er aus.

Kossendey hat Kammer versichert, dass man die Arbeit der Fachleute in Zetel sehr schätze. Wilhelmshavens Bürgermeister Wagner verwies zudem auf die enge und effiziente Zusammenarbeit zwischen den Beschäftigten in Zetel und der Stadt Wilhelmshaven. Wegen der kurzen Entscheidungswege könnten beispielsweise Genehmigungen für Sondertransporte besonders schnell erteilt werden.

Die Hauptaufgabe des Munitionsdepots Zetel ist die Versorgung der Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven. Dazu gehören 18 Schiffe. Zudem sind Dem Munitionsdepot Zetel weitere Standorte unterstellt: das Munitionslager Walsrode, das Munitionslager Aurich-Dietrichsfeld, Munitionsinstandsetzungspunkte in Wilhelmshaven und Den Helder (Niederlande) und das Munitionslager Lorup (Emsland), das geschlossen werden soll.

„Das Munitionsdepot Zetel ist nicht nur fest verankert hier, sondern wir erfüllen auch einen wichtigen Auftrag“, betonte Fregattenkapitän Schulz. Diesen Auftrag habe das Munitionsdepot in „äußerst guter Qualität“ erfüllt. Wenn die Führungskräfte künftig etwa 350 Kilometer entfernt sitzen und mehrere Stunden für eine Anfahrt benötigen, stellt sich für Schulz die Frage, ob die Arbeit weiterhin in dieser Qualität gemacht werden kann.

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„Es gibt gute Gründe, hier die verantwortlichen Köpfe für das Munitionsdepot zu haben“, betonte auch Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann am Freitag gegenüber der NWZ . Noch sei es „die absolut erste Phase“, in der jetzt über eine Änderung der Führungsstruktur nachgedacht wird. Die Ergebnisse der Feinausplanung gelte es abzuwarten.






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