Einzelstücke aus dem „Perlenzimmer“

DESIGN Claudia Vossmeyer kreiert Ketten und Armbänder für Erwachsene und Kinder


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Mit Konzentration bei der Sache: In ihrem „Perlenzimmer“ verbringt Claudia Vossmeyer einige Stunden mit der Arbeit an einer Kette. Mittlerweile hat sie eine riesige Auswahl an Steinen (Bild unten). BILD: STEPHANIE BREMER Bild vergrößern

VOR DREI JAHREN ENTDECKTE DIE 39-JÄHRIGE IHRE LEIDENSCHAFT ZU STEINEN. BESONDERS WICHTIG IST IHR DER MATERIALMIX.

VON STEPHANIE BREMER

Dötlingen - Swarowski-Perlen, Perlmuttsteine und Silber – fein säuberlich sortiert liegen sie in kleinen Kästen auf dem heimischen Schreibtisch von Claudia Vossmeyer. Die 39-Jährige gestaltet seit drei Jahren Ketten, Armbänder und Lesezeichen. „Dabei ist jede Arbeit ein Einzelstück“, erklärt die Dötlingerin. „Jeder Mensch ist einzigartig und soll daher eine eigene Gestaltung bekommen.“

Mit einer Fußkette, die Claudia Vossmeyer auf einer Messe entdeckte, wurde ihre Leidenschaft geweckt. „Sie war mir einfach zu teuer, also habe ich mir den Fußschmuck zu Hause selbst gemacht.“ In ihrer orientalischen Tanzgruppe waren die anderen Frauen sofort begeistert. „So habe ich angefangen, für Freunde und Bekannte Ketten und Fußbänder zu gestalten“, erinnert sich die 39-Jährige. „Zu Anfang waren es eher klassische Perlenketten. Heute ist mir vor allem der Materialmix besonders wichtig.“

Doch wie unterscheiden sich die Steine? Warum sind einige teurer als andere? Und was für eine Bedeutung haben sie? Im Laufe der Zeit haben sich nicht nur die Fertigkeiten der Dötlingerin verbessert, auch Hintergrundwissen hat sie sich über die Jahre angeeignet. „Das Ganze ist für mich zu einer richtigen Leidenschaft geworden.“

Mehrere Stunden verbringt die 39-Jährige in ihrem „Perlenraum“. „Für eine lange Kette braucht man schon einige Zeit. Manchmal gefällt mir die Anordnung nicht. Dann fange ich einfach von vorn an.“ Die Ideen kommen ihr oft schon beim Einkaufen der Perlen auf der Hamburger „Schmuck- und Mineralienmesse“. „Manchmal wache ich auch nachts auf, weil mir eine neue Gestaltung einfällt.“

Ende 2008 verkaufte Claudia Vossmeyer zum ersten Mal ihre kreierten Stücke. „Auf einen Basar in Bassum habe ich angefangen“, so die Künstlerin. „2009 war ich dann zum erste Mal auf dem Dötlinger Weihnachtsmarkt vertreten.“ Um sich abzusichern, meldete sie ihr Schmuckdesign als Gewerbe an. „Für mich bleibt es allerdings trotz alledem ein Hobby.“

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Seit einiger Zeit wagt sich Claudia Vossmeyer auch an Kinderschmuck und Lesezeichen. „Ich wollte einfach mal etwas Buntes machen“, so die 39-Jährige.

Unterstützt wird die Dötlingerin von ihrer Familie. „Mein Sohn hilft mir, um die passende Länge der Kinderketten und -armbänder zu finden“, schmunzelt sie. „Meist ist er von dem ,Mädchenkram’ nicht so begeistert. Auch mein Mann nimmt mein Hobby sehr locker, obwohl er den einen oder anderen Abend allein auf dem Sofa sitzen muss.“


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07.01.2010
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