Beim Straßenbau abgebremst
Politik Dötlingen verschiebt Projekte für mehr als 800 000 Euro – Knappe Kasse
von Ulrich Suttka
Neerstedt - Die Haushaltsberatungen im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Dötlingen verliefen am Dienstagabend in gewohnt ruhigen Bahnen. Das hatte seinen Grund: Schon im Vorfeld waren in nicht öffentlichen Beratungen die ersten Wunschvorstellungen der Realität der mehr als angespannten Dötlinger Finanzlage angepasst worden. „Mehr als 800 000 Euro wurden in das Jahr 2011 und folgende verschoben“, so Bürgermeister Heino Pauka. Diese Summe gelte allein für den Bereich des Bauausschusses.
Im Etat 2010 sei geblieben, „was wir meinen vertreten zu können“, so Pauka mit Blick auf die notwendige Haushaltskonsolidierung und die Genehmigung durch den Landkreis.
Die deutlichsten Abstriche sind bei den Investitionen im Bereich des Straßenbaus gemacht worden. Hier wird in diesem Jahr nur der Birkenbuschweg saniert. Die Maßnahme stammt bereits aus 2009. Ansonsten seien keine neuen Projekte vorgesehen. Trotz der Zurückhaltung: Bei den Investitionen liegt Dötlingen wieder im Millionenbereich. Die Projekte, für die die Gemeinde Fördermittel in Anspruch nehmen kann oder Co-Finanzierung gefordert ist, sind nämlich im Haushalt 2010 enthalten. Das gilt zum Beispiel für den vierten Abschnitt der Neugestaltung der Neerstedter Ortsdurchfahrt innerhalb der Dorferneuerung. Die Planung (grob auf 600 000 Euro geschätzt) hatte der Bauausschuss zuvor in der Sitzung abgesegnet (die NWZ berichtete bereits). Vorsorglich sind auch 80 000 Euro für den Radweg Brettorf-Uhlhorn eingeplant, falls es dieses Jahr mit den Arbeiten doch schon losgehen sollte.
Zu den großen Batzen gehört der Anteil der Gemeinde zur Aufhebung und Neuanlage des Bahnübergangs Brettorfer Kirchweg bei Aschenstedt. Hier sind unterm Strich rund 250 000 Euro als kommunaler Anteil eingeplant, auch für den Neubau einer Straße entlang des Gleises.
Insgesamt 152 000 Euro sind für die Beseitigung der Geruchsbelästigung durch die Kanalisation in Aschenstedt enthalten. Auch die Bushaltestelle Siedlung in Aschenstedt soll neu gestaltet werden. Von den Gesamtkosten von fast 76 000 Euro muss die Gemeinde dank der Fördermittel nur 13 200 Euro tragen. Beim Brettorfer Bahnhof investiert die Gemeinde in neue Parkplätze 11 000 Euro. Auch hier kommt der größte Teil aus Fördertöpfen.
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