Dötlingen mobilisiert für das Volksbegehren
Bildung Eltern sammeln Unterschriften für „gute Schulen“- Verlust der Vollen Halbtagsschule in Dötlingen beklagt
Unterschriftensammlung vor dem Dötlinger Kindergarten: (von links) Birgit Schachtschneider, Enrico Scudlo (mit Eric), Kirsten Hess, Fred Klockgether, Gunda Ahrens und Nicole Senf-Wolff BILD: Ulrich Suttka 
von Ulrich Suttka
Dötlingen - Rückendeckung für das „Volksbegehren für gute Schulen“ kommt jetzt aus der Gemeinde Dötlingen. Nach dem Schulelternrat der Grundschule Dötlingen hat jetzt auch der Kindergarten Dötlinger Strolche damit begonnen, die Unterschriftenlisten zu verteilen und für die Unterstützung des Volksbegehrens zu trommeln. Birgit Schachtschneider, Kirstin Hess und Fred Klockgether fingen am Mittwoch die Eltern vor der Schule ab, um sie zum Unterschreiben zu motivieren und ihnen auch weitere Listen zum Sammeln geben zu können.
Drei Forderungen beinhaltet das Volksbegehren. Am Gymnasium und an der Gesamtschule soll wieder eine Regelschulzeit von 13 Jahren bis zum Abitur gelten, neue Gesamtschulen künftig schon mit vier (in Ausnahmefällen mit drei Klassen pro Jahrgang) gestattet werden, und die Vollen Halbtagsschulen sollen erhalten bleiben. Der letzte Punkt berührt Dötlingen ganz direkt: Die dortige Grundschule wird nach den Sommerferien auf die Verlässliche Grundschule umgestellt. Das heißt: Lehrerstunden gehen verloren, stattdessen werde künftig „nur“ eine Betreuung in der Kernzeit gewährleistet, erläuterten die Eltern.
Die Schule sei bereits seit Februar aktiv, berichtete die stellvertretende Vorsitzende des Elternrates, Vivien von Döllen. „Bisher habe ich noch keinen gehabt, der gesagt hat: ,Mache ich nicht’“, erzählte sie von einer sehr positiven Resonanz. Die Zielsetzungen des Volksbegehrens finden offenbar bei vielen Anklang.
Die Vorgaben für die Abgabe der Unterschriften sind per Gesetz festgelegt. Die Listen sind standardisiert, alle Unterschriften müssen von der Kommune überprüft werden. „Allein das ist schon eine Hürde, diese Bürokratie“, sagte Birgit Schachtschneider vom Kita-Elternrat. Daher können nur Formblätter zum Sammeln der Unterschriften genutzt werden.
Die Aktion soll bei der Gemeindeelternratssitzung der Kindergärten am 26. April besprochen werden. Brettorf hat bereits signalisiert, auch mitzumachen. Die Listen liegen unter anderem im Rathaus, in Praxen, Apotheken und Geschäften aus.
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