,Hierfür haben wir Liberale seit Jahrzehnten gekämpft’
Debatte FDP-Ehrenvorsitzender Eilert Tantzen lehnt die aktuellen Fusionspläne bei der Kreisreform ab
Wildeshausen - Die Vorschläge des Niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) für eine Kreisreform rufen Eilert Tantzen, liberales Urgestein der Region und Ehrenvorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Oldenburg, auf den Plan. Unter anderem sollen der Landkreis Oldenburg und die Stadt Delmenhorst fusionieren. Tantzen spricht sich gegen diese Idee aus.
Tantzen schreibt: „Ich fühle mich auch deshalb zu einer Stellungnahme verpflichtet, weil ich bei der vorherigen Verwaltungs- und Gebietsreform im Jahr 1997 als Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstandes der niedersächsischen FDP und Bezirksvorsitzender der Oldenburger Liberalen einen Beitrag dazu leisten konnte, dass in unserem Oldenburger Raum die leistungsfähigen Landkreise erhalten geblieben sind.
So gehören auch heute die Landkreise Cloppenburg, Vechta, Oldenburg und Ammerland zu den leistungsfähigsten Landkreisen in Niedersachsen. Die weniger leistungsstarken nördlichen Landkreise Wesermarsch und Friesland könnten jeweils durch die Einbeziehung der in ihrem Gebiet liegenden kreisfreien Städte Delmenhorst und Wilhelmshaven an Leistungskraft gewinnen.
So gesehen würde unsere Hauptstadt Oldenburg mit den sechs altoldenburgischen Landkreisen und den in ihnen zugeordneten bisherigen kreisfreien Städten Delmenhorst und Wilhelmshaven wiederum den Raum des ehemaligen Oldenburger Landes Oldenburg abdecken und damit zugleich die Einheit des historisch gewachsenen Landes Oldenburg gewahrt.
Auch hierfür haben wir Liberalen seit Jahrzehnten gekämpft. Als freier Demokrat ist für mich selbstverständlich, dass bei der Kreisreform den Gebietskörperschaften von der Landesseite her eine ausreichende Mitbestimmung zugestanden wird.“
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