„Den Kanuten auf Hunte Grenzen setzen“
Tourismus FDP-Kreistagsfraktion macht auf stärkere Nutzung aufmerksam
von Unserer Lokalredaktion
Wildeshausen - Auf den wachsenden Kanu-Tourismus auf der Hunte oberhalb von Wildeshausen macht die FDP-Fraktion im Kreistag aufmerksam. „Bekanntlich waren dort in den Landkreisen Oldenburg, Vechta und Diepholz mehrere Ein- und Ausstiegsstellen für Kanutouren geschaffen worden“, sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Ernst-August Bode. Das führe zu einer stärkeren Nutzung.
Zurzeit gebe es auf der Hunte oberhalb von Wildeshausen keine Befahrensregelung, die auf die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes Rücksicht nehme. Bode: „Damit kann die Hunte in diesem Abschnitt ganzjährig befahren werden.“ Angesichts der aktuellen Diskussion um den Massentourismus auf der Hunte und den damit verbundenen Problemen, die man jedes Wochenende erleben könne, halte die FDP eine Regelung für dringend geboten.
Es habe fünf Jahre gedauert, um eine Regelung für die Strecke zwischen Wildeshausen und Oldenburg zu finden, erinnert Bode. Inzwischen sei zumindest in der Setz- und Brutzeit zwischen dem 1. April und dem 15. Juni das Befahren der Hunte verboten. „Es wäre ein Armutszeugnis für alle Beteiligten, wenn auch hier erst viele Möglichkeiten ausprobiert werden, bevor man zu einem Befahrensverbot im Frühjahr kommt“, erklärt der FDP-Fraktionschef. Auch sollte das Befahren ausschließlich auf Kanus und Paddelboote in einer bestimmten Größe beschränkt bleiben. Bode erkennt ausdrücklich das Bemühen einiger Bootsverleiher an, den Kanu-Tourismus geordnet, ohne Alkohol und ohne Krawall auf der Hunte zu organisieren. „Uns ist klar, dass dies schwer zu kontrollieren ist.“ Notfalls müsse die Lizenz entzogen werden. In einem Antrag an den Landkreis regt Bode eine Diskussion an.
Auch die CDU im Rat der Stadt Wildeshausen will das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Bau- und Umweltausschusses bringen. „Seit dem Start des Projektes Flusslandschaft Hunte wird die Hunte auch im Oberlauf von Wildeshausen stärker genutzt“, sagt Ratsherr Ulrich Kramer, „anscheinend aber nicht immer so, wie sich die Initiatoren des Projektes dieses vorgestellt haben.“ Kramer erwähnt in diesem Zusammenhang den Bericht von Professor Remmer Akkermann von der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte (BSH), der die intensivere Nutzung des Flusses beklagt hat. Kramer regte an, mit den Betroffenen, darunter Fischereiverein, Verkehrsverein und Kanu-Verleiher, das sensible Thema zu besprechen.
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