GANDERKESEE, 9. Februar 2010


Im Fermenter wird aus Mais Energie

BIOGAS II Als Ausgangsstoffe dienen organische Materialien


BIOGAS WIRD IN EINEM GÄRUNGSPROZESS ERZEUGT. IN EINEM BLOCKHEIZKRAFTWERK WERDEN DARAUS STROM UND WÄRME.

SM

Ganderkesee - Dass mit Biogas Strom erzeugt werden kann, weiß mittlerweile fast jeder. Doch was ist Biogas eigentlich, und wie wird aus den eigentlichen Abfällen wie Gülle Biogas, und im Endeffekt Energie?

Das ist eigentlich ganz einfach. Als Ausgangsstoffe kommen alle Arten von Biomasse in Frage, also alle organischen Materialien: zum Beispiel Mais, Gülle, Mist, Biomüll oder Klärschlamm. Diese Materialien werden zu unterschiedlichen Anteilen in einen großen Behälter gegeben – den Fermenter. Hier werden die als Substrate bezeichneten Stoffe vermischt und erhitzt. Die Folge ist ein Gärungsprozess, das heißt, Mais, Gülle oder Mist werden durch Bakterien zersetzt. Bei diesem Prozess entstehen Gase – das Biogas. Damit sich leichtere Stoffe nicht auf dem Boden absetzen, wird die Masse umgerührt. Dies erleichtert außerdem das Aufsteigen des Gases.

Das entstandene Gas sammelt sich an der Decke des Fermenters und wird von da aus abtransportiert und in ein Blockheizkraftwerk geleitet. Hier werden durch das Verbrennen des Gases Strom und Wärme produziert. Die Reste der Substrate aus dem Fermenter können als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt werden.


 

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