GANDERKESEE, 17. März 2010


Erstmal buddeln Archäologen

RWG Baubeginn frühestens Mitte des Jahres – Mit Luftfahrtbehörde abgestimmt


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Mitarbeiter der Firma "denkmal3d" aus Vechta untersuchen das Gelände, auf dem die Raiffeisen-Warengenossenschaft bauen will. BILD: Karsten Kolloge  Bild vergrößern

Das neue RWG-Gelände wird von Archäologen untersucht. Am Donnerstag befasst sich die Politik noch einmal mit den Plänen der Genossenschaft.

von Karsten Kolloge

Ganderkesee - Auf dem neuen Gelände der Raiffeisen-Warengenossenschaft an der Westtangente wird in die Hände gespuckt. Mit einem Bagger werden Gräben ausgehoben und kleine Wälle angelegt. Freilich: Wer hier die ersten Erdarbeiten für den neuen RWG-Markt vermutet, der liegt verkehrt. Denn zuvor wird das 2,2 Hektar große Gelände von Archäologen unter die Lupe genommen.

Das Landesamt für Denkmalschutz halte es für möglich, dass in Teilen des Ganderkeseer Industrie- und Gewerbegebietes noch Zeugnisse einer prähistorischen Besiedlung im Boden schlummern, erläuterte Fachdienstleiter Bruno Müller. Deshalb werde der Boden untersucht, bevor die RWG baut.

Wie berichtet, waren erst Ende 2009 nahe Brüning die Reste einer Siedlung aus der Eisenzeit entdeckt worden. Auf dem künftigen RWG-Areal habe der Boden allerdings bislang nichts Bemerkenswertes preisgegeben, hieß es vom Vechtaer Vermessungs- und Archäologie-Fachbüro „denkmal3d“, das mit der Untersuchung an der Tangente beauftragt wurde.


Thema im Fachausschuss
Am Donnerstag, 18. März, wird sich noch einmal der Gemeindeentwicklungsausschuss mit der Aussiedlung der RWG an die Westtangente beschäftigen (Sitzungsbeginn 18 Uhr im Rathaus). Der Stand der Dinge: Nach der öffentlichen Auslegung geht die Bauleitplanung dem Ende entgegen. Wenn am Donnerstag der Ausschuss und am 17. Juni der Gemeinderat das Okay geben, dann könne die RWG voraussichtlich Mitte des Jahres mit dem Bau loslegen, schätzt Bruno Müller.

Voraussetzung für den Baustart sei, dass die Mitglieder der beiden Raiffeisen-Warengenossenschaften Hunte-Geestrand und Oldenburg-Land dem zustimmen, erläuterte Hugo Lohmann, Geschäftsführer der RWG Hunte-Geestrand. Zu dem Projekt seien Mitte April Informationen vorgesehen.


Zwei Zufahrten
Nach dem jetzt zu verabschiedenden Bebauungsplan bzw. der Flächennutzungsplan-Änderung wird das Areal im Norden (Birkenallee-Verlängerung) und Süden durch Grünflächen „eingefasst“. Zwei Zufahrten sind vorgesehen, beide von der Westtangente aus. Wegen des nahen Flugplatzes gibt es unter anderem Höhenbegrenzungen für Bauwerke – 15 m für die Oberkante von Gebäuden, 20 m für Silos). Dies sei mit der Luftfahrtbehörde abgestimmt, sagte Müller.


Auch Fachmarkt geplant
Die RWG will auf dem Areal insbesondere das klassische landwirtschaftliche Geschäft fortsetzen, ferner sind zum Beispiel ein Fachmarkt für Haus, Tier und Garten sowie Lager geplant.

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