Ganderkesee sichert Nachbarn Unterstützung zu

380 kV-Leitung Von Seggern kritisiert Abgeordnete – Studie zu Elektrosmog an Interessierte versandt


Für die Gemeinde Ganderkesee ist das Projekt „380 kV-Leitung“ beileibe nicht gelaufen. Die AGE warnt anhand einer neueren Studie vor Folgen von Elektrosmog.

kk

Ganderkesee - Eigentlich könnte man sich in Ganderkesee beruhigt zurücklehnen. Die 380 kV-Leitung wird im Gemeindegebiet, wie gefordert, in der Erde verlegt. Dennoch: Für die Arbeitsgemeinschaft gegen Elektrosmog Ganderkesee (AGE) geht der Kampf weiter. „100 Prozent müssen in die Erde“, formulierte Sprecher Gerd von Seggern das Ziel. Nicht nur der 8,3 km lange Abschnitt bei Ganderkesee, sondern die komplette Leitung von Ganderkesee bis nach St. Hülfe hin sei zu verkabeln.

Die Stromübertragungsfirma „Transpower“ habe mit ihrer Ankündigung, nur 15 Prozent der Strecke zu verkabeln, „nicht die Katze aus dem Sack gelassen, sondern die ganze Pest“. Die AGE werde ihr weiteres Vorgehen mit der IG Vorsicht Hochspannung (Harpstedt) absprechen.

Bei der Information durch Transpower und deren Mutterkonzern TenneT (am 9. März in Gut Altona) habe er die hiesigen Bundestagsabgeordneten vermisst, kritisierte von Seggern. Schließlich sei das umstrittene Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG), auf das sich Transpower jetzt berufe, ja vom Bundestag beschlossen worden. Es gebe zu denken, wenn Spenden von der Energiebranche an Parteien gegangen seien.

Für die Gemeinde Ganderkesee kündigte Fachbereichsleiter Peter Meyer an, man werde die in Kürze erwarteten Planfeststellungsunterlagen für das Projekt „kritisch anschauen“. Das Land Niedersachsen habe Kriterien wie etwa die Verpflichtung zur Erdverkabelung in der Nähe von Wohnhäusern „zugesichert“. Vor diesem Hintergrund könne er sich „nicht so recht vorstellen“, wie Transpower im südlichen Leitungsabschnitt eine durchgängige Freileitung in Einklang mit dem Raumordnungsprogramm bringen werde.

Ganderkesee, so sagte der Fachbereichsleiter, werde sich beim weiteren Vorgehen abstimmen mit den betroffenen Gemeinden im Harpstedter und Diepholzer Raum.

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Gerd von Seggern versandte unterdessen an Interessierte eine neuere Studie zur Wirkung von elektromagnetischen Feldern („Nachweis von genotoxischen Wirkungen in isolierten Säugerzellen nach elektromagnetischer Feldexposition“, von Franz Adl­kofer). Danach könnten nieder- und auch hochfrequente elektromagnetische Felder „weit unterhalb der Grenzwerte“ Struktur und Funktion von Genen in verschiedenen tierischen und menschlichen Zellen verändern.




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20.03.2010
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