GANDERKESEE, 29. Juli 2010


Bewegung mit und ohne Brett

Freizeit Neue Trendsportarten wie „Waveboard“ und „Le Parkour“ im Kommen


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Steht auf „Waveboard“: Steffen Pecht mit dem trendigen Freizeitsportgerät am Rand der Quarterpipe BILD: BILD: Renke Lührsen  Bild vergrößern

Ausgefallene Bewegungsmöglichkeiten werden bei Jugendlichen immer beliebter. In Ganderkesee trainieren auch „Freerunner“.

von Unserem Praktikanten Renke Lührsen

Ganderkesee - Ein kräftiger Hüftschwung ist nötig und viel Beinarbeit. Nein, hier tanzt nicht Shakira und wir befinden uns auch nicht im Sambadrom von Rio. Sondern auf der Skateranlage in Ganderkesee, wo Fynn Metzner und sein Freund Steffen Pecht mit dem Waveboard trainieren. Diese Weiterentwicklung des Skateboards gehört zu den neuen Trendsport-Geräten, die sich auch in Ganderkesee wachsender Beliebtheit erfreuen.


Auf wackeligen Rollen
Mit seinen zwei Rollen an jedem Ende und dem Gelenk in der Mitte ermöglicht das Waveboard seinem Fahrer ganz neue Techniken: Durch das Gelenk lassen sich die beiden Trittflächen mit den Rollen waagerecht drehen. Den entscheidenden Unterschied zum Skateboard erklärt Fynn Metzner (10): „Ein Vorteil ist die Bewegung aus eigener Kraft. . Durch das Drücken der Trittflächen in entgegengesetzter Richtung braucht man sich nicht mehr vom Boden abzustoßen.“

Zusammen mit ihren Freunden fahren Fynn und Steffen gelegentlich auch Rennen. Leider gibt es aber noch keine offiziellen Turniere. „Das wäre echt cool, wenn das eingeführt würde“, so der zwölfjährige Steffen.

Das Waveboard ist übrigens nicht nur etwas für Jungen. Ungefähr die Hälfte der Aktiven sind Mädchen. So wie die zehn Jahre alte Dana Hannrok, die das Fahren schnell gelernt hat: „Ich bin zufällig zum Waveboard gekommen. Fynn hat es mir einfach einmal beigebracht.“

Nicht ganz einfach ist die Sportart „Le Parkour“ oder: „Freerunning“. Dabei kann ein wackeliges Brett schlimme Folgen haben. Jeder Schritt muss sitzen. Die Anhänger springen von Haus zu Haus, klettern über Mauern und machen kühne Sprünge. Egal welches Hindernis sich ihnen stellt, sie haben nur ein Ziel: Den kürzesten Weg in kürzester Zeit!

Auch Le Parkour hat in Ganderkesee seine Anhänger: Vitali Diterle (17), Denis Weitner (15) und Timo Behrendt (15) haben sich dieser waghalsigen Sportart verschrieben. „Angefangen hat alles mit dem Film ,Ghettogangz’, indem sehr viel Parkour gelaufen wird“ , erzählt Vitali. „Danach haben wir uns halt immer mehr Videos von Le Parkour angeguckt, bis wir es uns schließlich selbst beibringen konnten“, ergänzt Timo Behrendt.


Eine Frage des Trainings
Die Ganderkeseer Skaterbahn ist für die Drei zum Trainieren allerdings ungeeignet – dafür fahren sie meistens nach Bremen. Dort gibt es viele Geländer, Mauern und Treppen, um die Sprünge so oft zu trainieren, bis sie sitzen. Ansonsten dient ihnen eine Sporthalle, wo dann Böcke, Barren und Kästen als Hindernisse aufgestellt werden.

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Unzufrieden mit diesem Provisorium ist Brigitte Balder: „Erst Jahrzehnte nach dem Auftauchen von neuen Sportarten werden Möglichkeiten zum Trainieren geschaffen. Es muss mehr getan werden“, appelliert die Gemeindejugendpflegerin.

Etwas hat sich aber schon getan. So gibt es für Freerunner schon Turniere, in denen sie ihr Können zeigen und eine Jury sie bewertet. Zwar sind die Ganderkeseer Le-Parkour-Fans bei solchen Events noch nicht dabei. Mit ein bisschen Training werden sie aber bald schon feste Teilnehmer sein. Denn ihr Sport hat, so scheint’s, in Ganderkesee Zukunft.




 



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