BüRSTEL, 2. September 2010


Kamerad hilft mit Sachverstand

Brand In Bürstel sind Kenntnisse über Photovoltaik-Anlagen von großer Bedeutung


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Ein Feuerwehrmann kämpfte am Dienstag in Bürstel gegen die Flammen. 14 teure Module der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach konnten von einem vierköpfigen Spezialisten-Team gerettet werden. BILD: Hergen Schelling  Bild vergrößern

Feuerwehrmann Axel Hollmann kam beim Brand eine wichtige Rolle zu. Er ist Experte für Photovoltaik-Anlagen.

von Felix Frerichs

Bürstel - Ein Szenario, vor dem selbst erfahrene Einsatzkräfte zurückschrecken, wurde am Dienstagmorgen in Bürstel Wirklichkeit.

Das Dach eines Wohnhauses, auf dem sich eine stromerzeugende Photovoltaik-Anlage befand, geriet in Brand. 100 Einsatzkräfte kämpften sechseinhalb Stunden gegen die Flammen.


Eine wichtige Rolle
Wie die NWZ  am Mittwoch erfuhr, kam bei diesem Einsatz einem Ganderkeseer eine wichtige Rolle zu: Feuerwehrmann Axel Hollmann wurde vor Ort zum gefragten Mann.

Der Grund: Der Diplom-Ingenieur ist beruflich für Photovoltaik-Anlagen zuständig. Er bekam die Aufgabe, ein Team aus Einsatzkräften zusammenzustellen und die Module der Photovoltaik-Anlage sicher abzumontieren, damit seine Kameraden an den Brandherd kamen. Und um die teuren Module zu retten – eines kostet bis zu 2 800 Euro.

„Von dem benachbarten Landmaschinen-Betrieb besorgten wir uns Akku-Schrauber – damit ging das Abmontieren der Teile recht schnell“, berichtet der Elektriker im Gespräch. Drei Kameraden, von Beruf ebenfalls Elektriker, halfen bei der Arbeit. „Wir haben für Einsätze verschiedene Fachleute in unseren Reihen: Kfz-Mechaniker, Klempner oder Zimmerer.“

Das Problem bei Photovoltaik-Anlagen ist: Einige Gemeinde-Feuerwehren weigern sich, bei einem Brand zu löschen – das sei zu gefährlich. „Das kann ich nicht nachvollziehen“, so Hollmann. Die Anlage befände sich oberhalb der Dachpfannen und sei damit für den Einsatzverlauf „unkritisch“, meint der Sachverständige.


Lob für Nachbarschaft
Nachdem die Familie in Sicherheit war, sei es darum gegangen, Sachwerte zu retten. „Eins muss ich wirklich sagen“, so Hollmann, „ich bin wirklich beeindruckt, wie die Nachbarschaft reagiert hat.“ Die Nachbarn hätten sofort unkomplizierte Hilfe geleistet, erklärt der Feuerwehrmann.

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kehrte am Ganderkeseer Weg in Bürstel nur langsam wieder Normalität ein.

ist der Alltag aber noch nicht zurück: Vater, Mutter, Sohn und Großmutter wohnen bei Nachbarn.

habe viele Einsatzkräfte vor Ort beeindruckt, so ein Feuerwehrmann.

holte seinen Traktoren-Anhänger, um damit die geretteten Sachwerte abzutransportieren.

der Familie, der gerettet werden konnte, wurde unkompliziert in einer Scheune in Bürstel untergebracht.

haben von Alltag augenblicklich auf Notfall umgeschaltet“, so ein Augenzeuge.




 



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