„Ganderkesee verkauft sich unter Wert“
tourismus Arbeitskreis fordert Strategie
von Markus Minten
Ganderkesee - Das Ergebnis, zu dem regioVHS- Chef Rolf Schütze, Landschaftsökologe Dr. Klaus Handke und Gastronom Uwe Vosteen gekommen sind, mag nicht überraschen, in seiner Deutlichkeit ist es vielen so dennoch nicht bewusst: „Ganderkesee verkauft sich völlig unter Wert!“ Außer Fasching sei von Ganderkesee überörtlich wenig bekannt. Dabei habe die Gemeinde durchaus Pfunde, mit denen sie wuchern könne.
Gemeinsam haben die drei Ganderkeseer sich in einem Arbeitskreis Gedanken gemacht, wie der Tourismus in der Gemeinde voran gebracht werden kann. Mittwochabend haben sie dem Ausschusses für Bildung und Kultur einen Zwischenbericht vorgelegt.
Die vordringlichste Aufgaben: eine generelle Strategie und ein einheitliches Auftreten. Auch mögliche Ziele stellte Handke dem Ausschuss vor: So könnten touristische Themen entwickelt werden, wie „Nordwestdeutsche Landschaften“, „Alte Wälder“ oder „Kirchen und Orgeln“. Ein Weg zu mehr Besuchern könnte auch die Etablierung überörtlich interessanter Besuchermagnete wie ein Waldwipfelpfad, die Waldweide im Hasbruch oder die Rekonstruktion der Landwehr sein, vielversprechend auch die Entwicklung von Touren und Paketangeboten – auch mit Zielen in weiterer Entfernung.
Eines sei klar, so Handke: „Wir reden hier nicht von Massentourismus. Aber ein paar tausend wären schon interessant.“ Positive Effekte könnten durch eine personelle und konzeptionelle Verstärkung der Touristeninformation, durch Aufwertung des gastronomischen Angebotes (Weiterbildung oder Wettbewerbe) und durch Einbindung der Landwirte (Ferien auf dem Bauernhof) erzielt werden. Auch mit Wohnmobilstellplätzen, einem Ganterpfahl-Leitsystem an Pilot-Orten (Stenum zum Hasbruch) und der Optimierung von Fahrradverleihstationen (Kauf von 500 Rädern durch Gastronomen) könnten Gäste für Tage oder Wochen angelockt werden.
Bei einer Ortsbesichtigung will sich der Ausschuss weiter mit dem Thema befassen.
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