Kinder schnuppern, trommeln und flöten
Musik Angebot des Spielmannszugs gut angenommen – Spielerisches Heranführen an Instrumente
Tipps vom Profi: Vereinsvorsitzender Klaus Meyer brachte dem Nachwuchs die Flötentöne bei. BILD: Markus Minten 
von Markus Minten
Bookhorn - Nun gut, ein Musikstück war nicht wirklich zu erkennen am Sonntagnachmittag im Vereinsheim des Spielmannszugs Ganderkesee. Das war auch nicht zu erwarten, schließlich „schnupperten“ hier Sechs- bis Achtjährige – vielfach erstmals – an der Musik.
Dafür stimmte die Lautstärke. Und das lag – zumindest zu Beginn – vor allem an den Jungs unter den zwölf Kindern. Die stürzten sich nach einer kurzen Einführung nämlich auf Trommeln und Pauken, während die Mädchen erst einmal versuchten, den Querflöten Töne zu entlocken. Und das war ungleich schwieriger als das Trommeln. „Mädchen sind für das Feine, die Jungs wohl mehr fürs Grobe“, kommentierte ein zufriedener Vereinsvorsitzender Klaus Meyer.
Sicher wolle man auch Nachwuchs gewinnen, sagte der musikalische Leiter des Spielmannszugs Dieter Meyer. Vor allem wolle man den Kindern aber den Verein mit seinen 43 Aktiven, die Anlage und das Angebot abseits der Musik sowie die Instrumente vorstellen. „Viele haben vielleicht schon mal einen Spielmannszug gesehen.“ Die Vielfalt der Instrumente sei vielen aber nicht bewusst. Und wenn dann der ein oder andere zum regelmäßigen Üben komme – umso besser, so Meyer.
Spielerisch näherten sich die Kinder den Instrumenten. Angeleitet von erfahrenen Musikern, von denen einige als „professionelle Jugendbetreuerinnen“, so Dieter Meyer, besonders geübt im Umgang mit dem Nachwuchs seien. „Wir wollen die Begeisterung, die ja sichtbar ist, wecken und fördern.“ Spielerisch würde Anfänger auch in den Übungsstunden an die Instrumente herangeführt. Anfangs sei vor allem das richtige Halten wichtig. „Bis aus einer Querflöte erste Töne kommen, dauert es etwas.“ Später kämen langsam Noten dazu.
Geübt wird im Bookhorner Vereinsheim immer montags. Von 17.30 bis 18.30 Uhr sind die Jüngsten dran, anschließend die Großen. Vor hohen Anschaffungskosten müsse niemand Angst haben, so Klaus Meyer. Sowohl die Uniform als auch die Instrumente würden vom Verein gestellt – und das bei außerordentlich niedrigen Jahresbeiträgen von zwölf (Kinder) bis 30 Euro (Familien).
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