„Atomausstieg bis 2017 ist machbar“
Grüne Empfang in Ganderkesee zum Thema Energiepolitik
Ina Korter, Stefan Wenzel, Hans-Jürgen Klein, Elke Twesten und Helge Limburg gaben nach der Landkreis-Bereisung einen energiepolitischen Empfang. BILD: Wolfgang Loest 
Ganderkesee - Erst wurden verschiedene Projekte im Landkreis besichtigt, dann gaben mehrere grüne Landtagsabgeordnete im Oldenburger Hof am Mittwochabend einen Empfang zum Thema Energiepolitik. Fraktionschef Stefan Wenzel machte in seinem Kurzvortrag noch einmal deutlich, dass auch ohne Atomkraftwerke der Energiebedarf gedeckt werden könne. Das Beispiel Japan habe gezeigt, dass diese Technologie nicht beherrschbar und zudem im Störfall auch extrem teuer sei. Aus diesem Grund müssten die letzten deutschen Atommeiler spätestens 2017 abgeschaltet werden. „Fukushima war ein Fanal“, sagte Wenzel.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien sei vor allem deshalb kein unlösbares Problem, weil „wir in Deutschland nicht bei Null anfangen“, wie Wenzel bemerkte. In manchen Bereich der Nutzung regenerativer Energien sei die Bundesrepublik sogar Weltmarktführer.
Das grüne Energieszenario geht davon aus, dass etwa 50 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden kann – durch moderne Wärmedämmung der Gebäude ebenso wie durch Pkw mit Durchschnittsverbrauch von drei Litern. Weiterentwicklungen seien durch Motoren, die mit Strom laufen, oder der Brennstoffzelle möglich.
„Der Energieverbrauch wird sich reduzieren, der Stromverbrauch jedoch erhöhen“, meinte Wenzel. Solar- und Windnutzung, Wasserkraft, Energiepflanzen und Holz könnten in einem gesunden Mix die notwendige Leistung erbringen, wobei Schwankungen bei der Erzeugung durch Kooperation mit norwegischen Stromproduzenten ausgeglichen werden könnten, die Wasserkraft nutzen .
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