Profis halten Kurs aufs Airfield
Jet-Flugtage 70 Modellpiloten aus dem In- und Ausland starten mit 120 Maschinen
Hoffen für die Jet-Flugtage auf ähnlich viele Besucher wie im Vorjahr: (von links) Ralf Borkus, Susanne Hesse-Neugebauer, Manfred Neugebauer, Corina Borkus, Reinhard Oetken und Heiner Ehlers (im Taxi) BILD: Karoline Schulz 
von Karoline Schulz
Ganderkesee - Das Gefühl beim Fliegen sitzt im Hintern – nicht umsonst verpassen Fluglehrer ihren Schülern nach bestandener Prüfung einen Klaps auf selbigen. Wenn der Pilot aber das Flugverhalten seiner Maschine nicht am eigenen Leib spürt, sondern vom Boden aus steuert, dann stellt das eine besondere Herausforderung dar. „Modell-Fliegen ist um einiges schwieriger“, verglich Reinhard Oetken, Mitveranstalter der Ganderkeseer Jet-Flugtage, der beide Disziplinen beherrscht, die Modell- mit der „richtigen“ Fliegerei.
Die Meister ihres Faches kommen am Wochenende 6./7. August wieder auf dem Ganderkeseer Flugplatz zusammen – der in der Szene inzwischen weit über die Region hinaus bekannt ist, wie Oetken berichtet. Mehr als 70 Piloten aus ganz Deutschland und den Niederlanden reisen für die vierte Auflage der Jet-Flugtage an und werden etwa 120 Großmodelle im Gepäck haben. Anders als der Name vermuten lässt, werden neben Turbinen-Jets auch Modell-Segelflugzeuge zu sehen sein, die mit fast zehn Metern Spannweite nur wenig kleiner sind als echte Segelflieger, motorgetriebene Flugzeuge und Hubschrauber.
Einige Neuerungen kündigen die Veranstalter – neben Oetken sind das Manfred Neugebauer und Susanne Hesse-Neugebauer – an: So wird es am Sonnabend, 6. Juli, in und vor Hangar West eine „Airfield-Party“ mit Live-Musik und Lichtshow geben, deren Höhepunkt nach Einbruch der Dunkelheit eine Nachtflugshow mit LED-beleuchteten Flugzeugmodellen und einem Feuerwerk darstellen wird. Der Eintritt zur Abendveranstaltung ist frei.
Im Tagesprogramm werden an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr immer mehrere Modelle gleichzeitig in der Luft sein – außer in der Mittagszeit. Dann stehen die Piloten den Besuchern Rede und Antwort. Unter den Teilnehmern ist Modellkunstflieger Tim Stadler, der mit seinem Doppeldecker bereits im Vorjahr für staunende Gesichter bei Laien wie auch Fachleuten gesorgt hat. „Solch eine Perfektion habe ich in 30 Jahren Modellflug noch nicht gesehen!“, kommentierte Reinhard Oetken die Vorführungen des Bayern.
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