Gemeinsinn aus alten Zeiten als Vorbild
Bürgerstiftung Initiativkreis informiert am 23. Februar über geplante Gründung – Drei Arbeitsgruppen
Schieben die Bürgerstiftung Ganderkesee an: Klaus Fuchs (von links), Dr. Hans-Georg Zechel, Rolf Kuhlmann, Dörte Lohrenz und Dr. Klaus Handke BILD: Karoline Schulz 
von Karoline Schulz
Ganderkesee - Hude hat sie bereits, Wardenburg steht ganz kurz vor der Gründung und in Ganderkesee geht es nun auch los, das Geldsammeln: Ein Initiativkreis aus 19 Bürgern und Freunden der Gemeinde Ganderkesee hat sich nun auch hier zur Aufgabe gemacht, eine Bürgerstiftung ins Leben zu rufen.
Geld sammeln für den guten Zweck ist das eine. Aber die Bürgerstiftung solle mehr sein, als ein Kapitalstock, um Zinsen zu generieren, wie der Vorsitzende des Sprecher-Teams, Dr. Hans-Georg Zechel, erklärt. „Wir wollen Bürgersinn stiften“, sagt der Ärztliche Direktor der Orthopädie-Klinik in Stenum. Als Vorbild nennt er jenen Gemeinsinn, der in früheren Zeiten für Menschen im ländlichen Raum unabdingbar gewesen sei. „Früher hing jeder einzelne mit seiner Existenz vom Dorf ab“, führt Zechel aus. „Heute kann er im Dorf leben und Statist sein.“
Die Gründungsinitiative hat bereits drei Arbeitsgruppen formiert, die zugleich die Handlungsfelder der Stiftung umreißen: „Leben im ländlichen Raum“ (Leitung: Dr. Klaus Handke), „Bildung“ (Dörte Lohrenz) und „Familienfreundliche Gemeinde“ (Rolf Kuhlmann). Kollisionen mit politischen Aufgaben fürchtet der Initiativkreis nicht. „Wir erleben gerade die Grenzen der Politik“, sagt Klaus Fuchs, der zusammen mit Wolfgang Etrich das Sprecher-Team um Zechel komplettiert, mit Blick auf die Staatsverschuldung. Möglicherweise sei der Rückzug der Bürger ins Private sogar eine der Ursachen der wachsenden Verschuldung, mutmaßt Fuchs.
Über die konkrete Ausgestaltung der Arbeit der Bürgerstiftung will der Initiativkreis am Donnerstag, 23. Februar, ab 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums informieren. Ein wesentliches Ziel sehen die Initiatoren in der Vernetzung – etwa zwischen Schule und Verein, verschiedenen Generationen oder Familien.
Privatpersonen können mit 500 Euro, Firmen und Institutionen mit mindestens 1000 Euro einsteigen. Doch ums bloße Geld-Einsammeln gehe es bei der Bürgerstiftung nicht, betont Klaus Fuchs. „Wir brauchen auch Bürgerinnen und Bürger, die ihre Zeit und Ideen stiften.“
Die Ziele der geplanten Bürgerstiftung Ganderkesee möchte die Gründungsinitiative am Donnerstag, 23. Februar, der Öffentlichkeit vorstellen. Ab 19.30 Uhr findet in der Aula des Gymnasiums eine Informationsveranstaltung statt. Auch individuelle Fragen werden dann beantwortet.
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