„Videotheken werden sich künftig ändern“
Filmverleih Matthias Ehlting trotzt Abwärtstrend mit kreativen Angeboten
von Lars Herrmann
Ganderkesee - „Die Verleihzahlen sind rückläufig.“ Vier Worte, und doch eine klare Botschaft. Diese Aussage von Matthias Ehlting, Inhaber der „Videotaxi Media Store“-Videothek, klingt wenig ermutigend und gilt für die gesamte Branche. Der 41-Jährige hat auch eine Erklärung parat.
„Das hängt in erster Linie mit dem Internet zusammen. Einerseits gibt es legale sowie illegale Portale, um sich einen Film zu beschaffen. In dieser Hinsicht fehlt den Leuten das Unrechtsbewusstsein. Andererseits verbringen sie viele Stunden in sozialen Netzwerken. Zeit, in der sie sich sonst einen Film angeguckt haben“, begründet Ehlting die bundesweite Tendenz. In den vergangenen zwölf Jahren musste die Hälfte der Filmverleihstätten schließen. 2010 waren es nur noch 2795.
Können Videotheken diesem Trend denn überhaupt entgegenwirken? „Wir bieten eine kundenbezogene Beratung an. Trotzdem muss man versuchen, die ausbleibenden Einnahmen zu kompensieren“, sagt Ehlting. Und dabei ist er sehr kreativ.
Denn neben Filmen und Spielen bietet „Videotaxi Media Store“ zudem die komplette Verpflegung an – von Getränken über Eiscreme bis zu Snacks. Auf Wunsch sogar fast bis ans Sofa. „Montags bis samstags liefern wir zwischen 18 und 20 Uhr nach Hause. Der registrierte Kunde reicht uns seinen Wunsch über die Internetseite ein“, erklärt Matthias Ehlting den Vorgang.
Etwa 7000 DVDs und fast 800 Blu-ray-Discs sowie unzählige Konsolenspiele stehen in den Regalen zur Auswahl. Aktuelle „Hollywood-Blockbuster“ – vermehrt auch als Blu-ray – sind sehr begehrt. „Aber was nützt mir ein toller Fernseher auf dem neuesten Stand der Technik, wenn ich mir die Filme in mieser Qualität auf dem PC ansehe?“, fragt der Bremer rhetorisch.
Wie es in Zukunft mit dem Filmverleihgeschäft weitergehe, hänge vom Kundenverhalten ab. „So oder so: Das Bild der Videotheken wird sich künftig ändern“, vermutet Ehlting. Wenn sich das Bild der Videotheken im Laufe der nächsten Jahre aber wie das der Filme auch zum Besseren wandelt, dürfte das niemanden stören.
- Als im August 2011 an der Ellerbäke die „Oberschule“ ihre Arbeit aufnahm, da war das, so erinnert sich Schulleiterin Daniela Knipper, „für uns alle ein Sprung ins Wasser“. Aber: „Das Schwimmen hat funktioniert.mehr
- An diesem Donnerstag veranstaltet der Landesapothekerverband den Tag der Apotheke. Die Vereinigung appelliert, seine Hausapotheke an diesem Tag von einem Pharmazeuten begutachten zu lassen. Doch wie geht es den Apotheken eigentlich wirtschaftlich?
Die Apotheke in Schierbrok musste in diesem Monat schließen.mehr
- „Schützen kann man nur, was man kennt“, ist Gerold Sprung, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs, überzeugt. Der Verein hat sich der Erhaltung und Pflege des in den Gemeinden Ganderkesee und Hude gelegenen Waldes verschrieben und wünscht sich, dass sich noch viele Menschen mehr für das 630 Hektar große Naturschutzgebiet einsetzen.mehr
- „Mehr können wir nicht“, sagte der schweißnasse Vorsitzende des Schönemoorer Orts- und Verkehrsvereins, Harm Ehlers, nachdem der Bus mit der Bewertungskommission zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ aus dem 368 Seelen Ort abfährt.mehr
- Harmlos sei das, was da auf dem Betriebsgelände der Nehlsen-Dependence geplant ist, hatte Niederlassungsleiter Frank Kuhna im April dem Ganderkeseer Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz im Rathaus versichert.mehr


