Profis lernen von Ehrenamtlichen
Empfang Bürgermeisterin begrüßt Soldaten und Feuerwehrleute im Rathaus
Major Stephan Hoffmann (Mitte) trug sich als erster der Oldenburger Besucher ins Gästebuch der Gemeinde ein. Mit dabei waren unter anderem (vorn, von links) Alice Gerken-Klaas, Horst-Dieter Meyer und Gerd Brand. BILD: Wolfgang Loest 
von Wolfgang Loest
Ganderkesee - Die Kontakte bestehen seit 2004 – und sie sind im Laufe der Jahre immer enger geworden. Am Mittwoch gab es einen offiziellen Höhepunkt im Zusammenspiel von LLUstgBtl 272 und FF Ganderkesee: Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas empfing Repräsentanten des in Oldenburg stationierten Luftlandeunterstützungsbataillons und der Gemeindefeuerwehr zu einem Gedankenaustausch im Rathaus.
Angestoßen hatte die Zusammenarbeit im Rahmen von Übungen der Gemeinderatsvorsitzende Gerd Brand, der beruflich mit der Bundeswehr zu tun hat und Mitglied der Falkenburger Wehr ist. In Falkenburg fand denn auch Ende vergangenen Jahres die jüngste Großübung der Ganderkeseer Rettungskräfte statt, an der die Bundeswehr beteiligt war. Die Bürgermeisterin, die seinerzeit den Einsatz vor Ort verfolgt hatte, zeigte sich am Mittwoch immer noch beeindruckt. „Das hat ja wirklich gut geklappt“, sagte sie anerkennend. Das Zusammenspiel von ehrenamtlichen Einsatzkräften und gut ausgebildeten Profis sei beeindruckend gewesen.
„Wir können uns gegenseitig helfen“, machte Major Stephan Hoffmann deutlich, dass die „gut ausgebildeten Profis“ durchaus auch Nachholbedarf haben. Der Aufgabenbereich der technischen Rettung werde für eine Truppe, für die Auslandseinsätze inzwischen keine Ausnahme mehr sind, immer wichtiger – und in dieser Disziplin verfüge die Feuerwehr über die weitaus größere Praxis. „Und wenn wir angefordert werden, muss es sofort klappen. Da können wir nicht noch lange überlegen“, sagte Hoffmann.
Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer, der mit dem Falkenburger Ortsbrandmeister Heinfried Bande an dem Empfang teilnahm, bestätigte den gegenseitigen Nutzen der Kontakte. „Wir arbeiten mit Geräten, die Sie noch nicht kennen. Und Sie können uns Übungsszenarien aufbauen, mit deren Hilfe es uns gelingt, interessant gestaltete Dienste zu organisieren“, resümierte Meyer.
Für Major Hoffmann gibt es noch einen zusätzlichen positiven Aspekt. Durch die Kontakte könnten eventuell Soldaten für die Mitwirkung bei einer Freiwilligen Feuerwehr begeistert werden. Und die Bundeswehr sei nach dem Aussetzen der Wehrpflicht mehr denn je daran interessiert, Kontakte zu jungen Menschen zu knüpfen.
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