3500 Narren tanzen um den Ring
Fasching Frost bremst Festwagenmaler – DRK richtet Appell an die Besucher
Stellten die Pläne für den „Tag X“ vor (von links): GGV-Schatzmeister Wilfried Kallage, Andreas Vieluf und Ronalt Bachmann vom Umzugsteam, GGV-Pressesprecher Ralf Hüttemeyer, die Marktmeister Dirk Wischhusen und Holger Lüdeke. BILD: Kolloge 
von Karsten Kolloge
Ganderkesee - Die Gentechnik hat es geschafft. Der wohnungstaugliche Klein-Elefant ist auf dem Markt. Pinkfarbene Prototypen sind am Sonnabend, 18. Februar, in Ganderkesee zu bestaunen – zusammen mit anderen Weltsensationen wie flötenden Kontaktklebern, blauen Aliens oder mobilem Kernschrott. Wer’s nicht glaubt, kann sich selber ein Bild machen: beim Fasching um den Ring.
Zunächst ein paar Zahlen. 108 Fußgruppen, Festwagen und Musikkapellen – mit insgesamt etwa 3500 Akteuren – ziehen diesmal über den 3520 Meter langen Rundkurs. Zehntausende Zuschauer werden erwartet. Mehr als 300 Helfer von DRK und Feuerwehr, THW, GGV, Funkhilfe und Sicherheitsdienst sind im Einsatz, damit das Vergnügen möglichst ungetrübt bleibt.
Neu sind in diesem Jahr nicht nur einige Gruppen, neu ist auch die Umzugleitung. Ronalt Bachmann, Andreas Vieluf, Torsten Schreiber, Konrad Stiehl, Uwe Meyer, Hans-Jürgen Schwarting und Wolfgang Gambka treten als Team in die (großen) Fußstapfen ihrer Vorgänger Fritz-Werner Bergmann und Klaus Meyer.
Die größte angemeldete Gruppe sind mit 150 Teilnehmern die Grafenthaler, knapp dahinter rangiert der Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege (mit 133), berichtete Andreas Vieluf. Auffällig sei der hohe Anteil junger Teilnehmer (15 Prozent sind unter 18 Jahre).
Der anhaltende Frost mache den Wagenbauern schon zu schaffen, wusste Vieluf. So könne vielfach Farbe nicht aufgebracht werden.
Weil die kalte Witterung voraussichtlich mindestens noch bis zum Umzugstag anhalte, wandte sich Michael Pleus (DRK) mit einem Appell an alle Besucher: Wer Gäste am Wegesrand sieht, die den Heimweg zum Beispiel wegen ihres Alkoholkonsums möglicherweise nicht schaffen können, solle sich beim DRK oder der Polizei melden.
Einzelne Neuerungen werde es auf dem Festplatz geben, kündigten die Marktmeister Dirk Wischhussen und Holger Lüdeke an. Eine davon: Vor dem Zelt wird ein großzügiger überdachter Eingangsbereich geschaffen. Durch Zelt und Vorzelt seien die Gäste auf knapp 3000 Quadratmetern vor der Witterung weitgehend geschützt.
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