Ganderkesee: Suche nach 80-Jährigem ohne Resultat
Vermisstenfall Mehr als 200 Einsatzkräfte rund ums Haus am Wald unterwegs
An der Suche nach dem 80-Jährigen (kleines Bild) beteiligte sich unter anderem die Hundestaffel der Freiwilligen Feuerwehr Lemwerder. Insgesamt waren über 200 Kräfte von Polizei und Feuerwehr im Einsatz. BILD: Wolfgang Loest 
von Wolfgang Loest
Immer - Die Feuerwehr hatte nicht nur den technisch hochgerüsteten Wagen für die Einsatzleitung vor Ort zur Verfügung gestellt, sondern war auch mit reichlich Personal vertreten: Über 150 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren Ganderkesee, Bergedorf, Bookholzberg, Falkenburg, Havekost-Hengsterholz, Schierbrok-Schönemoor, Brettorf, Dötlingen und Neerstedt beteiligten sich am Dienstag an der Suche nach dem 80-Jährigen aus dem Alten- und Pflegeheim Haus am Wald in Immer, der dort seit Montagnachmittag vermisst wird. Die Polizei im Landkreis wurde durch Bereitschaftspolizisten aus Oldenburg verstärkt. Unter dem Strich waren mehr als 200 Kräfte im Einsatz. Er konzentrierte sich vor allem auf das Waldstück rund um das Altenpflegeheim. Die Leitung oblag Harald Theile, dem Chef des Einsatzstreifendienstes im Polizeikommissariat Wildeshausen.
Gegen 19 Uhr wurden die verschiedenen Suchtrupps nach und nach abgezogen. Angesichts der Dunkelheit machte die Aktion keinen Sinn mehr, sagte Polizeisprecherin Jennifer Koch. Von dem 80-Jährigen fehlte bis Redaktionsschluss nach wie vor jede Spur.
Neben haupt- und ehrenamtlichen Kräften waren auch Vierbeiner unterwegs: Außer zwei Diensthundführergruppen aus Delmenhorst und Verden und der Rettungshundestaffel Weser-Ems war auch die Feuerwehr Lemwerder mit ihrer Facheinheit „Rettungshunde/Ortungstechnik“ vor Ort. Die 20-köpfige Gruppe setzt sich aus ausgebildeten Feuerwehrleuten und Hundeführern aus der ganzen Region zusammen – von Bremen über Delmenhorst bis in die Landkreise Oldenburg und Wesermarsch.
Als ganz besondere Spürnase war ein sogenannter Mantrailing-Hund der Landespolizei Nordrhein-Westfalen angefordert worden. Diese speziell ausgebildeten Tiere folgen dem individuellen Geruch eines Menschen, den er durch einen permanenten Verlust von kleinsten Hautpartikeln absondert. Aber auch er konnte keine Spur aufnehmen.
Die Polizei hofft nun, den Gesuchten durch Hinweise aus der Bevölkerung ausfindig machen zu können. Der 80-Jährige ist 174 Zentimeter groß und von kräftiger Statur. Er hat eine Halbglatze und ist mit einem grauen Hemd, einem schwarzen Pullover mit V-Ausschnitt und einer grünen Cordhose bekleidet. Die Polizei will die Suche an diesem Mittwoch fortsetzen.
- Es geht darum, „das Thema Demenz in der Region weiter voranzubringen“, wie Friedrich Mohn, Leiter des Altenpflegeheims im Wichernstift, am Dienstag vor der Presse erläuterte. Und es geht auch darum, „zu zeigen, dass es uns noch gibt“, wie die Fortbildungsbeauftragte Ute Richwien-Emken ergänzte: Am Mittwoch, 4.mehr
- „Manchmal sitze ich hier und denke, und manchmal sitze ich nur“ – steht in Metallbuchstaben auf einem Schild am Anfang des Gartens, beobachtet von zahlreichen Terrakotta-Gesichtern, die schelmisch drein schauen: Der Garten von Ulrike Schütte scheint fast eine andere Welt zu sein, soviel Künstlerisches ist darin zu entdecken.mehr
- Die Suche nach Konzepten für die künftige Nutzung der Räume des Jugendzentrums Treff, das am 1. August geschlossen wird, sollte nach Ansicht der FDP-Gemeinderatsfraktion für einen großen Wurf genutzt werden.mehr
- Die Attraktivität des Freibades steigern und gleichzeitig die Jugendarbeit in der Gemeinde verbessern: Darauf zielt ein Antrag ab, den die SPD-Gemeinderatsfraktion eingebracht hat. In Zusammenarbeit mit Schulen, Musikschulen, Theater-AGs und Jugendhäusern sollten im Freibad Veranstaltungen und Projekte geplant und durchgeführt werden, teilte Fraktionschef Werner Brakmann am Dienstag mit.mehr




