AHLHORN, 18. März 2010


Arztsuche bleibt ein Problem

Bürgerverein Kassenärztliche Vereinigung nimmt Stellung bei Versammlung


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Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft BILD: Klaus Derke  Bild vergrößern

Ahlhorn könne auch nicht losgelöst von Großenkneten gesehen werden, sagte Oliver Lindner. Dort gibt es bekanntlich drei Praxen mit sieben Ärzten.

von klaus Derke

Ahlhorn - kamen am Dienstagabend zur Jahreshauptversammlung ins Alte Posthaus.

des Bürgervereins findet Anerkennung. Der Verein hatte am 31. Dezember 421 Mitglieder.

wurde wegen gestiegener Kosten der Jahresbeitrag ab 2011 von 8 auf 10 Euro erhöht.

ist es gelungen, innerhalb von vier Monaten genügend Sponsoren für die Druckkosten des zweiten Ahlhorn-Buches von Heinz Edzards zu finden. Das Buch, in dem zehn Jahre Arbeit des Ahlhorner Heimatforschers stecken, geht in Kürze in Druck.

„Ahlhorn steht nicht allein da. Das wird sie aber wenig trösten“, meinte Oliver Lindner von der Niederlassungsberatung der Kassenärztlichen Vereinigung Oldenburg zur vergeblichen Suche nach einem weiteren Hausarzt für Ahlhorn. „Der Landarzt stirbt aus“, stellte Lindner auf der Hauptversammlung des Bürgervereins fest. Das Interesse junger Ärzte, sich auf dem Lande niederzulassen, sei gering. Viele Mediziner gingen dann eher in die Pharmaindustrie oder in die Verwaltung, sagte Lindner. Für die Mediziner spiele der Punkt Lebensqualität eine große Rolle. Aus den Beratungsgesprächen wisse er, dass viele lieber in Oldenburg oder dem näheren Umkreis bleiben. Angesprochen würden die Ärzte immer auch auf Ahlhorn, versicherte Lindner.

So habe eine Praxis aus Oldenburg über eine Zweitpraxis in Ahlhorn nachgedacht. Angesichts der großen Konzentration von Ärzten (sieben an der Zahl) im sieben Kilometer entfernten Großenkneten habe die Oldenburger Praxis die Idee aber fallen lassen.

In der Tat ist die Gemeinde insgesamt gar nicht so schlecht versorgt, der Landkreis derzeit sogar noch mit 100 Prozent. Nur die Verteilung der Praxen ist sehr unterschiedlich. „Warum Großenkneten so ein Magnet für Hausärzte ist, kann man so nicht erklären“, meinte Lindner. Ahlhorn und Großenkneten könne man nicht getrennt voneinander sehen. Gezwungen werden könne niemand, nach Ahlhorn zu gehen.

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Die Ansiedlung eines Fachmarktzentrums und die prognostizierte Entwicklung auf dem Flugplatz (siehe unten) wertete Lindner als positive Signale, die vielleicht auch einen Mediziner animierten, sich in Ahlhorn niederzulassen. Er bot der Gemeinde an, bei einem großen Ärzteforum in Oldenburg die Werbetrommel mit einem eigenen Stand zu rühren. Bürgermeister Bernasko nahm dieses dankend an. Die Gemeinde hat schon viel unternommen. Zurzeit gebe es noch einen einzigen Kontakt mit einem Ärztepaar aus Schleswig-Holstein. Es seien Pferdeliebhaber, die deshalb in diese Gegend möchten, so Bernasko.

Was das „Fachmarktzentrum“ auf dem Sportplatz Wolters angeht, wusste Bürgervereinsvorsitzender Siegfried Dames sogar den Bürgermeister zu überraschen mit der Nachricht, dass neben Rewe, Kik und einem Frisör nun auch Schlecker 400 Quadratmeter anmieten wolle. „Das alte Konzept lebt nahezu wieder auf“, verkündete Dames.

Bei den Vorstandswahlen, die Garlich Grotelüschen leitete, gab es eine Veränderung: Die langjährige Kassenwartin Inge Horstmann gab ihr Amt an den bisherigen Beisitzer Samuel Stoll ab. Horstmann ist jetzt Beisitzerin. Vorsitzender Siegfried Dames, Stellvertreter Willi Flerlage, Schriftführer Dr. Bernd Rothmann, stellvertretender Schriftführer Markus Kinzel und die Beisitzer Ludwig Kock, Ingrid Gräper, Stephan Buschermöhle und Petra Rabius-Hermann wurden einstimmig bestätigt.




 



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