Warum die Deutschen nicht grillen können
Kultur Autor Stevan Paul liest Amüsantes aus „Monsieur, der Hummer und ich“
Seine 47. Lesung führte ihn nach Huntlosen: Stevan Paul begeisterte die Zuhörer. BILD: Peter Kratzmann 
Huntlosen - Einen Glücksgriff tat der Verein für Kunst und Kultur mit der zweiten Veranstaltung der Kulturreihe „HuntLesen“. Am Freitag begrüßte der Vorsitzende Ulrich Bühring den Autor Stevan Paul, der sein Erstlingswerk „Monsieur, der Hummer und ich“ im Rahmen einer Lesung im Restaurant „Prestige“ am Bahnhof vorstellte. Ein nicht nur heiter-amüsanter Leseabend, sondern zugleich auch Stunden der Gaumenfreuden, die die Küche des Restaurants auf vielfältige Weise zu befriedigen wusste.
„Heute bin ich fast am Ende meiner Tour angelangt, denn es ist die 47. Lesung“, erklärte Autor Stevan Paul. Der gelernte Koch, Food-Stylist und kulinarische Autor für Zeitschriften, Werbeagenturen und Verlage, zugleich auch Fernsehkoch in Punkt 12 bei RTL (von 2004 bis 2006), stellte damit seine erste Buchveröffentlichung vor, die Heiteres mit Einblicken in große und kleine Kochkunst in verschiedenen Kurzgeschichten und Begebenheiten zeigt. „Irgendwann war der Karton mit den gesammelten Geschichten voll. Da stand für mich fest, dass ich daraus ein Buch mache“, sagte der seit 16 Jahren in Hamburg lebende Autor. Der Kontakt nach Huntlosen kam eher zufällig. Paul und Bühring kannten sich über das Internetforum „Wir höflichen Paparazzi“. „Als klar wurde, dass Stevan Paul ein Buch veröffentlicht, knüpften wir die Kontakte für diesen Abend“, so Bühring.
„Der Tanz der Schlachter“ hieß die erste Geschichte des ersten Lesungteils, mit der Paul in die allabendlichen sommerlichen Grillpartys in deutschen Landen entführte. Nach einer Pause beleuchtete er die Welt der großen Köche.
Schnell zeigte er wortgewandt am Beispiel des typischen deutschen Wurstgrillers und des griechischen Lammfleisch-Freundes auf, dass Deutsche nicht grillen können… Neun Grillsaucen für vier Bratwürste. Fast angebrannt und schnell serviert. Wenn die Glut so richtig da ist, sei der Deutsche meist schon satt. Eine amüsante Kurzgeschichte um Grillsitten und Gebräuche. Den rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörern gefiel’s. Eine gelungene Veranstaltung.
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