GROßENKNETEN, 18. Februar 2011


Bahnhof Großenkneten: Ruckzuck rückt der Abrissbagger an

Bahnhofsgebäude von 1875 wird dem Erdboden gleichgemacht


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Das war’s: Der Abriss des historischen Bahnhofsgebäudes in Großenkneten hat begonnen. BILD: Klaus Derke  Bild vergrößern

22.000 Euro kostet der Abriss. Zusätzliche, gleisnahe Behindertenparkplätze sollen entstehen.

von Klaus Derke

Großenkneten - Der Abrissbagger der Firma Scheele leistet ganze Arbeit. Der angebaute Güterschuppen steht schon nicht mehr. Die ersten Wände des Hauptgebäudes sind eingerissen worden. Etwa eine Woche wird es dauern, dann ist vom Bahnhofsgebäude in Großenkneten wohl nichts mehr zu sehen.

Um 1875 wurde der Bahnhof in Großenkneten errichtet. Seitdem hat die Bahn mehrmals um- und angebaut. Nach Auszug des Stellwerks wurde das Gebäude überflüssig. Die Gemeinde erwarb es. Es wurde ein Investor gesucht. Doch das schlug fehl. Bürgermeister Volker Bernasko, der den Bahnhof von vornherein abreißen lassen wollte, setzte sich schließlich durch.

135 Jahre nach Inbetriebnahme des Bahnhofs fällt das ortsbildprägende Gebäude dem Abrissbagger zum Opfer.



Nachdem im Großenkneter Verwaltungsausschuss am Montagabend eine Mehrheit für den Abriss stimmte, wurde der Auftrag umgehend vergeben. Ein Angebot des Abbruchunternehmens lag laut Bürgermeister Volker Bernasko schon seit einem Jahr in der Schublade. Bernasko erklärte am Donnerstag gegenüber der NWZ  noch einmal, dass der Abriss lediglich knapp 22.000 Euro kostet.

In den Diskussionen der vergangenen Zeit war auch schon mal von Abrisskosten weit über 50 000 Euro die Rede gewesen.

Laut Bernasko gab es mehrfach Glückwünsche zu dem mutigen Entschluss, den Bahnhof abreißen zu lassen.

Andererseits gibt es aber auch kritische Stimmen, die die „Nacht- und Nebelaktion“ der Gemeinde nicht nachvollziehen können.

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Auf der durch den Abriss frei werdenden Fläche von rund 2000 Quadratmetern sollen laut Bernasko zusätzliche, gleisnahe Behindertenparkplätze entstehen. Als Ergänzung zu der neuen Park-/Bike- & Rideanlage, die dort mit der Bushaltestelle in Betrieb genommen wurde. Was das kostet, konnte Bernasko noch nicht sagen.


 

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