Asphaltmischwerk als nächstes Projekt
Flugpark Antrag beim Gewerbeaufsichtsamt – Noch gibt es keinen rechtskräftigen Bebauungsplan
von Klaus Derke
Ahlhorn - „Wir sind über eine Woche früher fertig geworden“, freut sich Bernd Gooßmann von der Flugplatz Ahlhorn GmbH über die Fertigstellung des Solarparks auf dem nördlichen Flugplatzgelände. „Alle Voraussetzungen sind erfüllt“, so Gooßmann. Der Bau des 32 Hektar großen Solarparks war zügig vorangetrieben worden, um noch die volle Förderung zu erhalten, da ab 1. Januar neue Regelungen gelten. „Wir haben eine rekordverdächtige Zeit hingelegt“, sagte Gooßmann gegenüber der NWZ . Schließlich sei erst Anfang November mit dem Aufbau der fast 80 000 Module begonnen worden. Wie die NWZ berichtete, hat die neue Photovoltaikanlage eine Leistung von 17,5 Megawatt Peak (MWp). Das „Solarkraftwerk“ kostet rund 30 Millionen Euro.
Um die Belästigung der Anwohner so gering wie möglich zu halten, wurden Standorte der Wechselrichterstationen, die eigentlich im Norden geplant waren, „über die Genehmigung hinaus“ weiter in den südlichen Bereich verlegt, noch weiter weg von der Wohnbebauung.
Während der Solarpark ans Netz geht, nimmt die Firma Bunte bereits ein neues Projekt in Angriff. Geplant ist der Bau eines Asphaltmischwerkes. Der Antrag nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz wurde Ende November beim Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg eingereicht. „So schnell wie möglich“, so Gooßmann, soll das Vorhaben umgesetzt werden. Der Bau einer solchen Anlage in Ahlhorn sei schon lange Bestandteil der Überlegungen. Firma Bunte ist gerade auch im Straßenbau sehr aktiv. Sie betreibt diverse Mischwerke. Erst im August wurde ein neues Werk bei Aurich in Betrieb genommen. Bunte investierte rund 4,5 Mio. Euro in eine moderne Anlage, die laut Pressemitteilung der Unternehmensgruppe rund 20 Arbeitsplätze direkt und indirekt schaffe.
Der Standort Ahlhorn für ein weiteres Mischwerk passt bezüglich der Absatzstrukturen ins Konzept. Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes soll das Werk an der Westseite im Bereich der Eisenbahnverladestation entstehen. Das sei der Platz auf dem Areal, welcher keine Beeinträchtigungen des Umfeldes erzeuge, so Gooßmann.
„Das Vorhaben passt in den vorläufigen Entwurf des Bebauungsplanes“, erklärte Kämmerer Horst Looschen. Laut Gemeindeverwaltung will Bunte täglich bis zu 1500 Tonnen Asphalt herstellen. Auch Altasphalt soll verarbeitet werden. Die Zu- und Abfahrt für Lkw soll über die Vechtaer Straße (ehemalige Hauptwache) erfolgen. Die Nutzung des Bahnanschlusses sei geplant. Bevor das Gewerbeaufsichtsamt eine Genehmigung erteile, müsse allerdings der Bebauungsplan rechtskräftig sein, meinte Looschen. Einen Zeitrahmen bis zur Ratsentscheidung konnte er noch nicht nennen. Im Zuge des Bauleitverfahrens seien noch grundsätzliche Fragen der Erschließung zu klären. Dabei gehe es darum, ob Straßen und Abwasserleitungen auf dem Areal von der Gemeinde übernommen würden oder im Privatbesitz blieben.
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