Gemeinderat erwärmt sich für Biogas-Idee
Energie Grünes Licht für Pläne am Gewerbegebiet – Vorentwurf des Bebauungsplanes zugestimmt
von Astrid Kretzer
Groß Ippener - Die Pläne von Landwirt Dietrich Wittenberg für eine Biogasanlage am Gewerbegebiet in Groß Ippener sind der Umsetzung ein Stück näher gekommen: Der Gemeinderat stimmte am Dienstag einvernehmlich einem vorgestellten Vorentwurf für eine 500-Kilowatt-Anlage an der Brillheide nördlich des Gewerbegebiets zu. Mit dem Entwurf für einen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 16 (Gewerbegebiet – Biogasanlage) geht es nun in die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Fragen der Durchführung wären zudem in einem Vertrag mit dem Investor zu regeln.
Längere Diskussionen in der Ratsrunde, die das Thema zuvor auch bereits nichtöffentlich beraten hatte, blieben am Dienstag aus. Unterbrochen wurde die Sitzung zwischenzeitlich für eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, in der einige Bürger ihre Fragen vorbrachten.
Landschaftsplanerin Susanne Spille vom Planungsbüro NWP sowie Heiko Steffens vom Anlagenbauer Biogas Weser-Ems hatten zuvor die geplante Biogasanlage bzw. die planungsrechtlichen Belange vorgestellt. Vorgesehen ist danach eine Biomasseanlage mit zwei Fermentern, Technikhalle und zwei Endlagern, in der nachwachsende Rohstoffe wie Mais (7500 Tonnen pro Jahr) sowie Wirtschaftsdünger (3600 Tonnen) zur Vergärung eingesetzt werden. Die anfallende Abwärme soll genutzt werden am Standort bzw. durch Abnehmer im Gewerbegebiet. „Es sind ein paar Anfragen da aus dem Gewerbegebiet“, erklärte Wittenberg auf Frage eines Bürgers; konkret sei es noch nicht, da der Start offen sei.
Die Anlagengröße soll auf 500 Kilowatt begrenzt sein, zulässig wäre die Produktion einer Gasmenge von maximal 2 Millionen Kubikmetern, wie Planerin Spille ausführte. Vorgesehen ist ein umgebender Wall mit Anpflanzungen. Die Gesamtfläche umfasst gut 2 Hektar, davon 1,75 Hektar Biogasfläche. Noch ausstehende Gutachten zu Lärm und Geruch sollen im weiteren Verfahren einfließen. Hinsichtlich des zu erwartenden Verkehrs wird von Saisonschwerpunkten im Frühjahr und zur Ernte ausgegangen. Spille nannte hier Größenordnungen von „im Schnitt vier Bewegungen pro Stunde“ in drei Wochen im August/September.
Die Zufahrt soll über die Brillheide erfolgen. Wie Bürgermeister Georg Drube berichtete, sehen Planungen des Wegezweckverbandes hierfür eine Verbreiterung der Fahrbahn zwischen Landesstraße und Einfahrt zur Biogasanlage auf 5,50 Meter vor.
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