Schwimmbad sprengt die Kosten
Ausschuss 2,5 Millionen Euro verschlingt Sanierung von Delmebad und Turnhalle
von Gunda Ahlers
Harpstedt - „Wir haben Äpfel mit Birnen verglichen“, sagte Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes, als er in der Bauausschuss-Sitzung am Dienstag die Gründe für die enorme Kostenexplosion bei der Sanierung des Delmebades und der Delmeturnhalle zu erklären versuchte. Man habe einfach mit Blick auf ein Schwimmbad ähnlicher Größe, das in Syke saniert wurde, die Kosten auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. „Es wurden vorab keine Kosten durch Fachleute ermittelt“, berichtete der Verwaltungschef. Im Nachhinein habe sich herausgestellt, dass die beiden Bäder insbesondere hinsichtlich der technischen Ausstattung nicht zu vergleichen seien. Die Lehrschwimmhalle in Harpstedt werde auch deutlich stärker frequentiert, was ganz andere Anforderungen an die Belüftungsanlage nach sich ziehe. Und nach der Entkernung des Gebäudes sei man auf zuvor unentdeckte Schäden gestoßen. Das alles sowie nachträglich vom Rat beschlossene Veränderungen an der Bauausführung hätten dazu geführt, dass die Kosten jetzt in Richtung 2,2 bis 2,5 Millionen Euro tendieren.
Das Unterbleiben der genauen Kostenermittlung erklärte der Verwaltungschef mit dem Zeitdruck. Die beiden Gebäude waren schon gesperrt, und die Nutzer drängten auf eine schnelle Wiedereröffnung. Cordes kündigte an, dass im September oder Oktober 2012 der Schwimm-und Sportbetrieb wieder aufgenommen werden könne.
Die Mehrkosten seien nur über eine Erhöhung der Samtgemeindeumlage oder durch Aufnahme eines Kredites zu finanzieren. Der Verwaltungschef versicherte, dass für die Samtgemeinde kein Schaden entstanden sei.
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